5. Mai: Internat. Hebammentag
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Aktuell

27.05.2016  Unterschreiben Sie die Vaterschaftsurlaubsinitiative!
23.05.2016  Die Bevölkerung wächst und altert
23.05.2016  Bericht "Aufschub der Mutterschaftsentschädigung" publiziert
23.05.2016  Berufsaustritte von Gesundheitspersonal
23.05.2016  24-wöchiger Elternurlaub gefordert
23.05.2016  Erwerbsbeteiligung der 55- bis 64-Jährigen nimmt stark zu
23.05.2016  Erste Generalversammlung der Maternité Alpine
23.05.2016  Interdisziplinäre Empfehlungen für neonatale Erstversorgung

 

Unterschreiben Sie die Vaterschaftsurlaubsinitiative!

Heute erhält ein frisch gebackener Vater in der Schweiz gleich viel bezahlte freie Zeit wie bei einem Wohnungswechsel: einen Tag. Am 25. Mai 2016 starteten 140 Organisationen – inklusive dem Schweizerischen Hebammenverband – die Volksinitiative zum Vaterschaftsurlaub, nachdem das Parlament alle Reformen abgeblockt hat. Väter sollen 20 Tage bezahlten Vaterschaftsurlaub beziehen können, flexibel und tageweise innert einem Jahr nach der Geburt.

Mehr Infos:
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SHV/FSSF, Miryam Azer


 

Die Bevölkerung wächst und altert

Ende 2015 umfasste die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz 8'325'200 Personen. Damit ist sie gegenüber 2014 um 87'500 Personen gewachsen (+1,1%). Eine Zunahme war sowohl bei den Schweizerinnen und Schweizern (+38'500 Personen) als auch bei der ausländischen Bevölkerung (+49'100) zu verzeichnen. Diese Entwicklung ist auf einen positiven Wanderungssaldo und einen Geburtenüberschuss zurückzuführen. Soweit die provisorischen Ergebnisse der Statistik der Bevölkerung und der Haushalte des Bundesamtes für Statistik.
Der Anteil der Personen ab 65 Jahren beläuft sich in der Schweiz auf 18 Prozent (gegenüber 20% bei Personen unter 20 Jahren). Aktuell sind jede fünfte Frau und jeder sechste Mann über 64 Jahre alt. In der weiblichen Bevölkerung ist der Anteil der über 64-Jährigen bereits jetzt höher als derjenige der unter 20-jährigen Frauen (19,9% gegenüber 19,4%).
In der Schweiz kommen auf 100 Personen zwischen 20 und 64 Jahren 29 Personen im Pensionsalter. Der Altersquotient hat sich somit vorübergehend stabilisiert. Bei den Frauen liegt der Altersquotient bei 33, was ebenfalls auf eine stärkere Alterung in dieser Bevölkerungsgruppe hindeutet.
Drei Faktoren beeinflussen die Bevölkerungsentwicklung der Kantone: der Geburtenüberschuss, der internationale Wanderungssaldo und der interkantonale Wanderungssaldo. Der Geburtenüberschuss hat praktisch in allen Kantonen zu einem Anstieg der Bevölkerungszahl geführt. Besonders ausgeprägt war diese Zunahme in den Kantonen Zug, Freiburg und Genf. Einzig in Graubünden, Solothurn, Basel-Landschaft, Uri, Schaffhausen, Basel-Stadt und im Tessin lag die Zahl der Todesfälle über jener der Geburten.

SHV/FSSF, Miryam Azer


 

Bericht "Aufschub der Mutterschaftsentschädigung" publiziert

Der Bundesrat hat Mitte April den Bericht "Einkommen der Mutter bei Aufschub der Mutterschaftsentschädigung infolge längeren Spitalaufenthalts des neugeborenen Kindes" verabschiedet. Wird die Mutterschaftsentschädigung bei einem längeren Spitalaufenthalt des Neugeborenen unmittelbar nach der Geburt aufgeschoben, kann für die Mutter eine finanzielle Lücke entstehen. Der Bundesrat schlägt zwei mögliche Lösungsansätze vor: In Betracht kommt die Sicherstellung eines Einkommens im Fall eines Aufschubs der Mutterschaftsentschädigung durch eine Ergänzung des Erwerbsersatzgesetzes. Die Lohnfortzahlung könnte andererseits ausdrücklich in Artikel 324a OR mit einer festen Dauer geregelt werden. Der Bericht wurde in Erfüllung der Postulate 10.3523 Maury Pasquier und 10.4125 Teuscher erstellt.

SHV/FSSF, Miryam Azer


 

Berufsaustritte von Gesundheitspersonal

Weshalb Ärzte, Pflegende oder Hebammen ihren Beruf verlassen, wurde schon untersucht, doch Zahlen über das Ausmass gibt es kaum. Das Obsan Bulletin 7/2016, „Berufsaustritte von Gesundheitspersonal“, herausgegeben vom Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums (Obsan), schliesst diese Lücke: Erstmals werden Zahlen zu Berufsaustritten in verschiedenen Gesundheitsberufen präsentiert. Es handelt sich dabei um Ergebnisse einer umfassenden Analyse der Strukturerhebung zum Gesundheitspersonal.
Die Resultate der Berufsaustritte variieren zwischen den betrachteten Berufsgruppen teilweise beträchtlich. Die Berufsgruppen der Ärztinnen und Ärzte sowie der Zahnärztinnen und Zahnärzte weisen mit 32% bzw. 28% die tiefsten, die der Pflegefachpersonen und nichtärztlichen Psychotherapie mit über 45% die höchsten Anteile an Berufsaustritten auf; bei den Hebammen sind es 41,9%. Die Berufsgruppen Pflegefachpersonal, Hebammen und medizinisch-technische Berufe enthalten zudem mit rund 15%, 14% und 12% die höchsten Anteile an Personen, die nicht mehr erwerbstätig sind. Dieselben drei Berufsgruppen weisen überdies auch viele Berufswechsel auf (zwischen 21% und 23%). Mit der vorliegenden Studie kann jedoch nicht ermittelt werden, wie viele der ausgetretenen Personen wieder einsteigen.

Mehr Infos: Obsan Bulletin 7/2016

SHV/FSSF, Miryam Azer


 

24-wöchiger Elternurlaub gefordert

Die Eidgenössische Kommission für Frauenfragen (EKF) verlangt die Einführung eines gesetzlich geregelten und bezahlten 24-wöchigen Elternurlaubs («Elternzeit»). Für Mütter beginnt der Anspruch nach dem geburtsbezogenen 14-wöchigen Mutterschaftsurlaub, für Väter nach einem allfälligen ebenfalls unmittelbar geburtsbezogenen Vaterschaftsurlaub. Ein verbindlicher Mindestanteil pro Elternteil ist gesetzlich festzulegen, damit auch die Väter Elternzeit beziehen. Der Elternurlaub soll während der ersten zwölf Monate nach der Geburt eines Kindes bezogen werden. Dabei sind flexible Lösungen wichtig: Der Bezug soll in Tagen, in Wochen oder auch durch eine Anpassung des Arbeitspensums möglich sein. Eltern sollen eine Einkommensersatzrente von 80% mit einem Plafond von CHF 196.– pro Tag (Stand 1. Januar 2016) über die Erwerbsersatzordnung erhalten.
Die Schweiz kennt bis heute – anders als die meisten Länder Europas – keinen gesetzlich geregelten und bezahlten Elternurlaub. Die am 1. Juli 2005 eingeführte Mutterschaftsentschädigung ist eine Entschädigung direkt im Anschluss an die Geburt und dient damit primär dem mütterlichen Gesundheitsschutz (Art. 329f OR). Der geburtsbezogene Vaterschaftsurlaub ist gesetzlich nicht geregelt bzw. kann vom Vater höchstens im Rahmen eines «üblichen freien Tages» (Art. 329 Abs. 3 OR) geltend gemacht werden. Verschiedene Arbeitgeber gewähren ihren Mitarbeitern jedoch einen Vaterschaftsurlaub von zwei Tagen bis vier Wochen.

SHV/FSSF, Miryam Azer


 

Erwerbsbeteiligung der 55- bis 64-Jährigen nimmt stark zu

Im Jahr 2015 belief sich die Erwerbsquote der Personen im Alter von 55 bis 64 Jahren auf 75,8%, wie Ergebnisse des Bundesamtes für Statistik zeigen. Zwar liegt die Erwerbsbeteiligung der 55- bis 64-Jährigen deutlich unter jener der 25- bis 54-Jährigen, gegenüber 2010 hat sie mit +5,3 Prozentpunkten jedoch stark zugenommen (25- bis 54-Jährige: +1,4 Prozentpunkte auf 91%). Bei den Frauen im Alter von 55 bis 64 Jahren ist zwischen 2010 und 2015 ein überdurchschnittlicher Anstieg der Erwerbsquote zu verzeichnen (+8,5 Prozentpunkte auf 69,1%; Männer: +2 Prozentpunkte auf 82,5%). Auch bei Personen im ordentlichen Rentenalter ist ein Anstieg der Erwerbsbeteiligung auszumachen: Im Vergleich zu 2010 hat sich die Erwerbsquote der 65- bis 74-Jährigen um 3,4 Prozentpunkte auf 18,1% erhöht.
Im Jahr 2015 war die Erwerbsbevölkerung der Schweiz im Durchschnitt 41,6 Jahre alt. Gegenüber 2010 entspricht dies einer Erhöhung von 0,7 Jahren. Das geschätzte Durchschnittsalter beim Austritt aus dem Erwerbsleben lag 2015 bei 65,5 Jahren. Verglichen mit 2011 entspricht dies einer Zunahme von 0,5 Jahren. 2015 traten Männer mit 66 Jahren später aus dem Arbeitsmarkt aus als Frauen (64,8 Jahre). Arbeitskräfte im Sektor I sowie Selbstständigerwerbende bleiben überdurchschnittlich lange aktiv: Ihr mittleres Erwerbsaustrittsalter für den Zeitraum 2011 bis 2015 entspricht rund 67 Jahren.

SHV/FSSF, Miryam Azer


 

Erste Generalversammlung der Maternité Alpine

Mitte April fand in Zweisimmen die erste ordentliche Generalversammlung der Genossenschaft Geburtshaus Maternité Alpine statt. Der Vorstand der Genossenschaft informierte unter anderem über den Stand der Dinge und die Planung für das Jahr 2016. So hat die Maternité Alpine eine Vorstudie für einen Neubau auf der Spitalmatte in Zweisimmen mit zwei Partnern in Auftrag gegeben. Für einen möglichst baldigen Betriebsstart noch in diesem Jahr sucht die Maternité Alpine aber eine Übergangslösung, z. B. in einem Mietshaus. Die nötigen Unterlagen für den Erhalt einer Betriebsbewilligung sind bei der Gesundheitsdirektion eingereicht, und eine erste Version eines Zusammenarbeitsvertrags mit dem Spital Thun ist bereits formuliert.
Die Genossenschaft Geburtshaus Materinté Alpine wurde am 30. Juli 2015 nach der Schliessung der Geburtshilfe im Spital Zweisimmen gegründet. Die Trägerschaft bildet eine Geburtshausgenossenschaft, die von Fachpersonen unterstützt wird und gut in der Bevölkerung verankert ist. Die Maternité Alpine ist als Selbsthilfeprojekt weiterhin auf Unterstützung angewiesen.

SHV/FSSF, Miryam Azer


 

Interdisziplinäre Empfehlungen für neonatale Erstversorgung

Demographische Veränderungen haben zur Folge, dass geburtshilfliche Abteilungen mit neuen Herausforderungen konfrontiert werden. Eine gut abgestimmte interdisziplinäre und -professionelle Zusammenarbeit ist Voraussetzung, um die Sicherheit der werdenden Mütter und Neugeborenen zu gewährleisten und die Erwartungen der werdenden Eltern zu erfüllen. Schwangere mit einem hohen Risikoprofil für Mutter und/oder Kind sollen rechtzeitig identifiziert und in ein Zentrum für Perinatalmedizin eingewiesen bzw. verlegt werden. Geburtshilfliche Abteilungen sind im Sinne einer prophylaktischen Strategie gefordert, Strukturen zu klären, Prozesse zu definieren und klare Verantwortlichkeiten zu benennen.
Nun hat eine multidisziplinäre Arbeitsgruppe interdisziplinäre Empfehlungen erarbeitet. Beteiligt waren Mitglieder aus folgenden Organisationen: gynécologie suisse, Schweizerische Gesellschaft für Neonatologie, Schweizerische Gesellschaft für Pädiatrie, Schweizerische Gesellschaft für Anästhesie und Reanimation, Schweizerischer Hebammenverband und Swiss Association of Obstetric Anaesthesia. Die Empfehlungen richten sich an die geburtshilflichen Institutionen der Schweiz sowie im Einzelnen an Geburtshelfer, Hebammen, Neonatologen, Pädiater, Anästhesisten und Pflegefachpersonen.
Empfehlungen unter www.hebamme.ch > Hebammen > Bereich für Mitglieder > fph Allgemein oder angestellte Hebammen

SHV/FSSF, Miryam Azer