Aktuell
16.01.2012 Kindern zuhören
16.01.2012 Kinderarmut in der Schweiz
16.01.2012 Haushalte mit Kindern oft in wirtschaftlicher Not
11.12.2011 Der SHV ist gegen die Managed-Care-Vorlage
25.11.2011 Schweizer Engagement für die Menschenrechte
25.11.2011 EKF fordert bezahlte Elternzeit für Mütter und Väter
25.11.2011 Kantone konzentrieren hochspezialisierte Kindermedizin
20.10.2011 Stellungnahme zum BR-Bericht Wöchnerinnen
Kindern zuhören
Kindern zuhören. Das Recht auf Meinungsäusserung und Anhörung
Ein Bericht der EKKJ
Kindern und Jugendlichen in der Schweiz eine Stimme geben ist eine zentrale Aufgabe der Eidgenössischen Kommission für Kinder- und Jugendfragen (EKKJ). Und zwar eine Stimme, die von den Verantwortlichen in Politik und Verwaltung nicht nur gehört, sondern auch in ihren Entscheidungen und Handlungen entsprechend berücksichtigt wird. Um diese Stimme zu (ver)stärken, wählte die EKKJ als Themenschwerpunkt 2010/11 das Recht auf Meinungsäusserung und Anhörung - Artikel 12 der Kinderrechtskonvention KRK.
Herausgeberin des Berichts:
Eidgenössische Kommission für Kinder- und Jugendfragen (EKKJ)
c/o Bundesamt für Sozialversicherungen, Effingerstrasse 20, 3003 Bern,
Tel. 031 322 92 26
Mail: ekkj-cfej@bsv.admin.ch
Der Bericht steht in Deutsch, Französisch und Italienisch auf der Website der EKKJ zur Verfügung unter:
Mehr Infos:
http://www.ekkj.admin.ch
SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein
Kinderarmut in der Schweiz
Kinderarmut ist kein Randphänomen. In den meisten OECD-Ländern steigt der Anteil armutsbetroffener Haushalte mit Kindern. Caritas Schweiz schätzt die Anzahl armutsbetroffener Kinder hierzulande auf 260 000.
Werden sich die Ungleichheiten zwischen den Haushalten noch weiter vergrössern? Was bedeutet diese Entwicklung für Familien?
Im Bericht über die soziale und wirtschaftliche Entwicklung in der Schweiz 2010/2011 zeigt Regula Heggli auf, dass die weltwirtschaftlichen Unsicherheiten und die daraus resultierenden politischen Entscheide einen weiteren Druck auf das soziale Sicherungssystem befürchten lassen. Der Schwerpunktteil «Arme Kinder» nimmt die Rahmenbedingungen für Kinder und Familien in der Schweiz genauer unter die Lupe. Die Beiträge in diesem Teil setzen sich mit dem Ausmass und mit den verschiedenen Erscheinungsformen der Kinderarmut auseinander. Zudem stellen sie verschiedene Ansätze vor, um Kinderarmut wirkungsvoll vorzubeugen. Reportagen aus dem Alltag armutsbetroffener Familien vervollständigen diesen Band.
«Sozialalmanach 2012 - Das Caritas-Jahrbuch zur sozialen Lage der Schweiz», Luzern,
Dezember 2011, ca. 240 Seiten, CHF 34.,
ISBN: 978-3-85592-128-7
Mehr Infos:
http://www.caritas.ch
SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein
Haushalte mit Kindern oft in wirtschaftlicher Not
Haushalte mit Kindern haben mehr Schwierigkeiten, eine unerwartete Ausgabe zu tätigen. Die Existenz eines Kindes oder mehrer Kinder sowie ein niedriger Bildungsstand belasten die finanzielle Situation der Privathaushalte.
Gemäss der Erhebung über die Einkommen und die Lebensbedingungen (SILC) des BFS verfügte 2010 ein Viertel der Personen, die in einem Haushalt mit Kind(ern) leben, nicht über die finanziellen Reserven, eine unerwartete Ausgabe von 2000 Franken zu tätigen. Die EU setzt die Armutsgefährdungsschwelle bei 60 Prozent des Medians des verfügbaren Äquivalenzeinkommens an. Demnach waren im Jahr 2010 14,2 Prozent der in der Schweiz lebenden Bevölkerung, d.h. fast jede siebte Person, armutsgefährdet. Zur Veranschaulichung: Als armutsgefährdet gilt eine alleinstehende Person mit einem verfügbaren monatlichen Einkommen von weniger als 2400 Franken oder ein Haushalt mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahren mit weniger als 5000 Franken.
Quelle: Medienmitteilung des Bundesamtes für Statistik (BFS), Dezember 2011
Mehr Infos:
http://www.bfs.admin.ch
SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein
Der SHV ist gegen die Managed-Care-Vorlage
Die Managed-Care-Vorlage - mit der Förderung der integrierten Versorgung und einem neuen verfeinerten Risikoausgleich - ist nach knapp sieben Jahren Beratung am 30. September 2011 von den Eidgenössischen Räten angenommen werden.
Es gibt zwei Gruppierungen, welche das Referendum gegen die Managed-Care-Vorlage lanciert haben: Die Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte (FMH) wehrt sich gegen den Verlust der freien Arztwahl, den Managed-Care-Zwang und die Marktverzerrung bzw. den Qualitätsverlust. Der Verband des Personals öffentlicher Dienste (VPOD) und der Verband Schweizerischer Assistenz- und Oberärztinnen und -ärzte (VSAO) stören sich daran, dass die medizinische Behandlung teurer wird, dass die freie Arztwahl nur noch für Gutverdiener möglich ist, über die hohen Austrittsprämien bei den Managed-Care-Netzwerken, über die falschen Anreize und über das Kassendiktat bei der Wahl der Managed-Care-Netzwerke.
In Bezug auf die Managed-Care-Vorlage hat der SHV noch ein ganz anderes Interesse: Es ist die Befreiung der Kostenbeteiligung auf allen Leistungen bei Schwangerschaft und Mutterschaft, welche in die Managed-Care-Vorlage integriert ist. Das ist sowohl ein altes als auch wichtiges Anliegen des SHV.
Und trotzdem hat der SHV-Zentralvorstand entschieden, das lancierte Referendum gegen die Managed-Care-Vorlage zu unterstützen. Der SHV findet es aus gesundheits- und sozialpolitischer Sicht als stossend, dass diejenigen Personen, die einem Managed-Care-Netzwerk nicht beitreten mehr bezahlen müssen, und dass nicht diejenigen, die beitreten, weniger bezahlen. So muss für die gleiche Leistung zukünftig mehr bezahlt werden. Dies ist aus Sicht des SHV inakzeptabel, denn die Schweizerinnen und Schweizer bezahlen im internationalen Vergleich für die Gesundheitsversorgung heute schon am meisten aus der eigenen Tasche. Zudem belastet dies einmal mehr Personen mit kleinen Einkommen und Familien.
Die Referendumsfrist läuft bis am 19. Januar 2012.
Damit das Referendum zustande kommt, müssen 50000 Unterschriften eingereicht werden. Auf der Website www.nein-zur-mogelpackung.ch können zwei verschiedene Unterschriftenbogen heruntergeladen werden. Der SHV ruft seine Mitglieder auf, die ausgefüllten Unterschriftenbogen bis spätestens am 10. Januar 2012 an die aufgeführte Adresse abzuschicken damit für die Beglaubigung der Unterschriften ausreichend Zeit bleibt.
Der SHV wird sich bei der Ablehnung der Managed-Care-Vorlage dafür einsetzen, dass die Kostenbefreiung auf allen Leistungen der Schwangerschaft und Mutterschaft so schnell wie möglich wieder im Parlament behandelt wird.
SHV-Zentralvorstand
Mehr Infos:
http://www.nein-zur-mogelpackung.ch
SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein
Schweizer Engagement für die Menschenrechte
Das Schweizerische Kompetenzzentrum für Menschenrechte (SKMR) wurde auf Initiative des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) und des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements (EJPD) gegründet und ist seit April dieses Jahres operativ tätig. Es soll den Prozess der Umsetzung internationaler Menschenrechtsverpflichtungen der Schweiz auf allen Stufen unseres Staatswesens fördern und erleichtern. Das SKMR verfügt über ausgewiesene Menschenrechtskompetenzen, v.a. in den sechs Bereichen Migration, Polizei und Justiz, Geschlechterpolitik, Kinder- und Jugendpolitik, institutionelle Fragen und Wirtschaft und Menschenrechte.
Das SKMR trägt mit Studien, Tagungen, Informationsarbeit und Ausbildung praxisorientiert zur Stärkung der Kapazitäten von Behörden aller Stufen, der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft im Bereich des Schutzes und der Förderung der Menschenrechte in der Schweiz bei und fördert die öffentliche Diskussion über Menschenrechte. Es bearbeitet Aufträge der öffentlichen Hand, der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft.
Mehr Infos:
Webseite SKMR, Bern
SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein
EKF fordert bezahlte Elternzeit für Mütter und Väter
Die Eidgenössische Kommission für Frauenfragen (EKF) fordert Bundesrat und Parlament auf, eine gesetzlich geregelte bezahlte Elternzeit zu schaffen.
In einem Positionspapier begrüsst die EKF den aktuellen Vorstoss der Eidgenössischen Koordinationskommission für Familienfragen (EKFF) zur Schaffung einer Elternzeit in der Schweiz.
Das Modell der EKFF sieht für die Elternzeit eine maximale Bezugsdauer von 24 Wochen vor. Je vier Wochen davon entsprechen einem individuellen Anspruch von Mutter oder Vater und können nur von dieser Person bezogen werden. Die EKF betrachtet eine Bezugsdauer von 24 Wochen als (absolutes) Minimum. Aus gleichstellungspolitischer Sicht ist es wichtig, dass diese 24 Wochen Elternzeit je hälftig von Mutter und Vater bezogen werden. Im Unterschied zum Vorschlag der EKFF hält es die EKF für notwendig, einen paritätischen Anspruch der Eltern vorzuschreiben. Wie die Erfahrungen mit den verschiedenen Elternurlaubsregelungen in anderen Ländern zeigen, braucht es einen verbindlichen Anspruch und einen starken Anreiz, damit sich Väter tatsächlich stärker an der Kinderbetreuung beteiligen und die Arbeitgeber bereit sind, (auch) ihren männlichen Mitarbeitern Elternurlaub zu gewähren.
Mehr Infos:
Webseite EKF
SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein
Kantone konzentrieren hochspezialisierte Kindermedizin
Das Beschlussorgan bestehend aus den Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren von 10 Kantonen hat im September 2011 wichtige Entscheide zur Konzentration der hochspezialisierten Medizin gefällt.
Eine optimale Versorgung von extremen Frühgeborenen
In der Schweiz benötigen jährlich rund 800 Frühgeborene eine hochspezialisierte intensivmedizinische Betreuung. Insbesondere die Versorgung von extremen Frühgeborenen, d.h. von Frühchen, welche vor der 28. Schwangerschaftswoche geboren werden, stellt höchste Ansprüche an Ärzte und Pflegende. Die Behandlung und Pflege dieser jungen Risikopatienten soll zukünftig auf neun Perinatalzentren konzentriert werden. Es sind dies die Perinatalzentren der Universitätsspitäler Genf, Lausanne, Bern und Zürich sowie der universitären Kinderspitäler beider Basel (UKBB) und Zürich als auch der Kantonsspitäler Luzern, Aarau, Chur und St. Gallen (gemeinsam mit dem Ostschweizer Kinderspital). Diese Neonatologien der höchsten Versorgungsstufe verfügen über die notwendige Erfahrung und Infrastruktur, um die optimale Betreuung dieser Neugeborenen zu gewährleisten und ihnen dadurch einen optimalen Start ins Leben zu ermöglichen.
Weitere Informationen sind auf der Webseite der GDK zu finden.
Mehr Infos:
Webseite der GDK, Bern
SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein
Stellungnahme zum BR-Bericht Wöchnerinnen
Der SHV nimmt Stellung zum Bericht des Bundesrates zum Gesundheitszustand und der Betreuungssituation der Wöchnerinnen in der Schweiz.
Der Bericht ist die Antwort des Bundesrates auf das Postulat 02.3383 der nationalrätlichen Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (02.2009) Minderheit Goll vom 30. August 2002.
Weitere Informationen finden Sie in der Medienmitteilung oder auf der Webseite des BAG.