Aktuell
20.06.2012 HPV-Infektion: Studienteilnehmerinnen gesucht
19.06.2012 Neue Empfehlungen der SGGG zur Notfallsectio
19.06.2012 Britische Hebamme von Königin Elisabeth geehrt
19.06.2012 Statistik des Schwangerschaftsabbruchs 2011
06.06.2012 Zufrieden und schlank, aber bewegungsarm
06.06.2012 Gegen die Verstümmelung weiblicher Genitalien
06.06.2012 Nein zur Initiative zur Abtreibungsfinanzierung
06.06.2012 (0041) 800 24 7 365 EDA-Helpline
HPV-Infektion: Studienteilnehmerinnen gesucht
Mit finanzieller Unterstützung der Krebsliga Schweiz (KLS) wird zurzeit an der Universität Zürich eine Längsschnittstudie zum Einfluss von biopsychologischen Faktoren auf den Verlauf einer zervikalen HPV-Infektion durchgeführt.Im Rahmen dieser Studie erhalten Teilnehmerinnen kostenlose HPV-Tests. Gesucht werden junge Frauen zwischen 18 und 30 Jahren.
Neue Empfehlungen der SGGG zur Notfallsectio
Unter dem Vorsitz von Prof. Dr. med. René Hornung, St. Gallen, hat eine Arbeitsgruppe der Schweizerischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG) neue Empfehlungen für die Minimalanforderungen zur Durchführung einer Notfallsectio erarbeitet.
Die Empfehlungen basieren auf den Empfehlungen verschiedener anderer, europäischer und internationaler Fachgesellschaften.
Der Vorschlag der SGGG wurde der Schweizerischen Gesellschaft für Neonatologie und der Schweizerischen Gesellschaft für Anästhesiologie im Sinne einer Vernehmlassung zugestellt. Der Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Anästhesie, Dr. Cassina, hat mit Schreiben vom 9.3.2012 mitgeteilt, dass die Gesellschaft diese Empfehlungen uneingeschränkt unterstützt und sie allen ihren Mitgliedern zur Kenntnis bringen wird. Die Stellungnahme der Schweizerischen Gesellschaft für Neonatologie ist zur Zeit noch ausstehend.
Die Empfehlungen sind auf der Website der SGGG zu finden.
Mehr Infos:
http://www.sggg.ch/de/
SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein
Britische Hebamme von Königin Elisabeth geehrt
Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag der Krönung von Elisabeth II wurde die Hebamme Tina Lavender zur 'Dame Commander' des Ordens des Britischen Empires ernannt.
Diese Ehre wird Tina Lavender zuteil, weil sie sich seit vielen Jahren mit grossem Engagement für Hebammen und die Gesundheit der Frau engagiert, sowohl in Grossbritannien als auch in afrikanischen Ländern. Tina Lavender ist unter anderem die Initiantin des ,African Journal of Midwifery and Women's Health, das gratis an afrikanische Hebammen verteilt wird und für diese zu einer unerlässlichen Quelle von aktuellen Informationen aus Forschung und Wissenschaft geworden ist.
Mehr Infos:
http://www.nursing.manchester.ac.uk/aboutus/news/tinalavender
SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein
Statistik des Schwangerschaftsabbruchs 2011
Im Jahr 2011 wurden in der Schweiz 11'079 Schwangerschaftsabbrüche gemeldet.
Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in der Schweiz bleibt damit stabil. 4 Prozent davon betrafen im Ausland wohnhafte Frauen. Die 10'694 Schwangerschaftsabbrüche bei Frauen mit Wohnsitz in der Schweiz ergeben eine Rate von 6,8 Abbrüchen pro 1000 Frauen im Alter zwischen 15 und 44 Jahren oder 132 Schwangerschaftsabbrüchen pro 1000 Lebendgeburten. Die Zahlen sind nahezu identisch mit denjenigen im vorangegangenen Jahr. Diese Ergebnisse stammen aus der Statistik des Schwangerschaftsabbruchs, die jährlich vom Bundesamt für Statistik (BFS) veröffentlicht wird.
Quelle: Medienmitteilung BFS, 19.06.2012
SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein
Zufrieden und schlank, aber bewegungsarm
Die Jugendlichen in der Schweiz sind im europäischen Vergleich zufrieden mit dem Leben, putzen sich regelmässig die Zähne, sind aber bewegungsarm, wie eine Studie der WHO zeigt.
Die Studie sie steht in Englisch und Französisch zur Verfügung wurde 2009/2010 in 39 Staaten der WHO-Regionen Europa und Nordamerika durchgeführt. Es wurden rund 200 000 Kinder und Jugendliche im Alter von 11, 13 und 15 Jahren zu gesundheitsrelevanten Themen befragt. Der Bericht stellt vor allem die subjektiven Einstellungen und Verhaltensweisen der Jungen dar. So sind die Schweizer Jugendlichen europaweit am schlanksten: Nur fünf Prozent der Elfjährigen sind übergewichtig, während es in den USA dreissig und in Portugal zwanzig Prozent sind. Die Schweizer Jugendlichen schauen europaweit auch am wenigsten fern: Nur ein Viertel schaut wochentags mehr als zwei Stunden. An der Schule gefallen den Schweizer Kindern vor allem ihre Klassenkameraden. Die Schule an sich mag jedoch nur ein Drittel der Schülerinnen und Schüler.
Gegen die Verstümmelung weiblicher Genitalien
Der Bundesrat hat die neue Strafnorm gegen die Verstümmelung weiblicher Genitalien auf den 1. Juli 2012 in Kraft gesetzt. Die Gesetzesänderung trägt zur Verhinderung und Bekämpfung solcher Praktiken bei.
Bereits nach geltendem Recht sind sämtliche Formen der Verletzung weiblicher Genitalien strafbar, da sie den Tatbestand der schweren oder der einfachen Körperverletzung erfüllen. Die neue spezifische Strafnorm gegen die Verstümmelung weiblicher Genitalien setzt ein klares Zeichen gegen diese schwerwiegende Menschenrechtsverletzung. Zudem ermöglicht sie, gegen Täter in der Schweiz vorzugehen, auch wenn die Tat im Ausland begangen wurde und am Tatort nicht strafbar ist.
Nein zur Initiative zur Abtreibungsfinanzierung
Der Bundesrat empfiehlt die Volksinitiative «Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache» ohne Gegenvorschlag zur Ablehnung.
Nach seiner Ansicht sollen auch weiterhin moralische, religiöse oder sozialethische und nicht finanzielle Kriterien im Vordergrund stehen, bevor sich eine Frau für oder gegen einen Schwangerschaftsabbruch entscheidet.
Die von einem überparteilichen Komitee lancierte Initiative will unter Vorbehalt weniger Ausnahmen, dass die obligatorische Krankenpflegeversicherung die Kosten eines Schwangerschaftsabbruchs nicht mehr übernimmt. Der Bundesrat dagegen will die bestehende Regelung nicht ändern, die in der Volksabstimmung vom 2. Juni 2002 mit einem Ja-Stimmenanteil von über 72 Prozent angenommen wurde.
Nach Auffassung des Bundesrates ist es richtig, dass die geltende gesetzliche Regelung nicht nur die Voraussetzungen für einen straflosen Schwangerschaftsabbruch unter sicheren Bedingungen festschreibt, sondern auch die Finanzierung umfasst. Ein Eingriff darf erst nach einem obligatorischen Beratungsgespräch und auf schriftliches Verlangen der Frau hin vorgenommen werden. Ansonsten werden die Kosten von der Grundversicherung nicht übernommen.
Mehr Infos:
http://www.news.admin.ch/message/index.html?lang=de&msg-id=44458
SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein
(0041) 800 24 7 365 EDA-Helpline
Seit dem 1. Mai 2012 steht die Helpline 24 Stunden pro Tag, 7 Tage pro Woche und an 365 Tagen pro Jahr zur Verfügung.
Die Nummer des Eidgenössischen Departements für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) entspricht einem grossen Bedürfnis, da 700 000 Schweizerinnen und Schweizer ausserhalb der Landesgrenzen leben und die Bevölkerung der Schweiz etwa 16 Millionen Auslandreisen unternimmt. Die EDA-Helpline gibt Auskunft über:
- die Dienstleistungen der Schweizer Vertretungen im Zusammenhang mit Ausweisdokumenten, Immatrikulation, Zivilstand, Bürgerrecht, Beglaubigungen, Bestätigungen, Bescheinigungen, Erbschaftsangelegenheiten/Nachlässen, Fürsorge, Hinterlagen usw.
- die aktuelle Sicherheitslage an Reisedestinationen im Ausland
- allgemeine Fragen bezüglich Auswanderung und das Leben im Ausland (Auslandschweizer-Organisation, Vertretungsnetz, Schweizer Revue, Swissinfo).
Für Bürgerinnen und Bürger, die sich im Ausland in einer Notlage befinden, ist die Helpline EDA eine Anlaufstelle, um die Unterstützung durch die Angehörigen in der Schweiz sowie die Vertretungen zu koordinieren.
Aus der Schweiz lautet die Nummer 0 800 24-7-365 und ist gratis. Aus dem Ausland braucht es die Vorwahl für die Schweiz, 0041, und danach 800 24-7-365. Dieser Anruf kostet etwas. Mit Skype «helpline-eda» ist der Anruf gratis.
SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein