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Archiv "Newsletter"


Aktuell

30.09.2014  Leihmutterschaft: BJ zieht Urteil an Bundesgericht weiter
30.09.2014  Gesundheit von Müttern in der Migrationsbevölkerung
22.09.2014  Wunschkind: Darf es noch ein bisschen mehr sein?
19.09.2014  Zur Zukunft der Fortpflanzungsmedizin
16.09.2014  Ständerat gegen Geschlechterselektion
12.09.2014  Geburtshaus Delphys in neuen Räumen
12.09.2014  Online-Weiterbildung für Gesundheitsfachleute
12.09.2014  Zweisimmen schliesst Geburtshilfe per Mitte 2015

 

Leihmutterschaft: BJ zieht Urteil an Bundesgericht weiter

Das Bundesamt für Justiz (BJ) hat das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen, das zwei Männer als Väter eines in den USA von einer Leihmutter ausgetragenen Kindes anerkannt hatte, an das Bundesgericht weitergezogen. Die kalifornische Geburtsurkunde, welche die beiden Männer als Väter ausweist, sei nicht zu anerkennen, beantragt das BJ in seiner Beschwerde.
Im Zivilstandsregister sei nur jener der beiden in eingetragener Partnerschaft lebenden Männer einzutragen, welcher der Samenspender und damit der biologische Vater des Kindes ist. Um das in der Bundesverfassung verankerte Recht auf Kenntnis der eigenen Abstammung umfassend zu garantieren, seien zudem die Leihmutter und deren Ehemann, der zum Zeitpunkt der Geburt der rechtliche Vater des Kindes war, sowie der Hinweis auf die anonyme Eizellenspende einzutragen.
Bern, 26.9.2014
https://www.news.admin.ch/message/index.html?lang=de&msg-id=54606

Mehr Infos: https://www.news.admin.ch/message/index.html?lang=de&msg-id=54606

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein


 

Gesundheit von Müttern in der Migrationsbevölkerung

Aktuelle Informationen zur Gesundheit von Müttern und Neugeborenen in der Migrationsbevölkerung liefert das eben erschienene «Aktuell Gesundheit» des Bundesamtes für Statistik (BFS).
In der Schweiz nimmt der Anteil von Kindern ausländischer Mütter zu. Treten unter diesen Kindern bestimmte gesundheitliche Probleme besonders häufig auf? Zum Beispiel Frühgeburten, ein tiefes Geburtsgewicht, perinatale Komplikationen oder auch eine erhöhte Säuglingssterblichkeit?

Im Jahr 2013 waren über 900'000 ausländische Frauen in der Schweiz wohnhaft; das sind 22,1% der weiblichen Bevölkerung. 1990 waren es noch 14,4%. Der Anteil der Neugeborenen mit einer ausländischen Mutter hat sich sogar noch deutlicher vergrössert: 19,6% im Jahr 1990, 38,7% im Jahr 2013. Die Frauen mit einer europäischen Staatsangehörigkeit machten 29,2% der Frauen aus, die 2013 ein Kind geboren haben; das sind drei Viertel der ausländischen Mütter (G1).

Das BFS Aktuell Gesundheit Nr. 14 zum Thema ist nur in elektronischer Form verfügbar.

Gesundheit Migrationsbev., BFS 9-2014.pdf

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein


 

Wunschkind: Darf es noch ein bisschen mehr sein?

Stadtgespräch, Dienstag, 30. September 2014, 18.30 Uhr, Kulturhaus Helferei, Kirchgasse 13, 8001 Zürich
Soll die Medizin alle Wünsche nach Kindern erfüllen dürfen, wenn sie über die entsprechenden Möglichkeiten verfügt? Gibt es eine kollektiv gültige Ethik, die dem medizinischen Fortschritt Grenzen setzen muss oder ist es eine individuelle Gewissensfrage, wie weit wir gehen wollen? Oder hat uns die Machbarkeit längst vor vollendete Tatsachen gestellt?

Das Stadtgespräch informiert über den Stand der medizinischen Praxis und Forschung. Und es diskutiert die ethischen Fragen, welche der medizinische Fortschritt aufwirft. Zurzeit arbeitet das Parlament am neuen Fortpflanzungsmedizingesetz, das später auch vor das Volk kommen wird.

Eintritt: 10.-

Wunschkind_- ein_Stadtgespraech.pdf

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein


 

Zur Zukunft der Fortpflanzungsmedizin

Tagung zu medizinischen, rechtlichen und ethischen Perspektiven der Fortpflanzungsmedizin
Freitag, 21. November 2014, Universität Zürich, Rechtswissenschaftliches Institut, Rämistrasse 74 Stockwerk G, Raum 041

In den vergangenen Jahrzehnten hat die Fortpflanzungsmedizin zahlreiche Verfahren zur Behandlung verschiedener Formen und Ursachen von Fruchtbarkeitsstörungen entwickelt. Seit dem 1. Januar 2001 sind die rechtlichen Rahmenbedingungen der künstlichen Fortpflanzung im Bundesgesetz über die medizinisch unterstützte Fortpflanzung (FmedG) geregelt. Dieses enthält zahlreiche Verbote und Zugangsbeschränkungen. Der gesellschaftliche Wandel fordert diese heraus: Ist es nach wie vor zeitgemäss, die Eizellen- und Embryonenspende zu verbieten? Verlangt das Gleichbehandlungsgebot, dass auch nichtverheiratete und gleichgeschlechtliche Paare Zugang zur Samenspende erhalten? Ist Social Egg Freezing das Verfahren der Zukunft, weil damit mit eigenen jungen Eizellen noch im fortgeschrittenen Alter ein Kind gezeugt werden kann? Diese dringenden Fragen verlangen nach einer interdisziplinären Auseinandersetzung.

Die Tagung will die hiermit verbundenen medizinischen, rechtlichen und ethischen Fragen aufgreifen und ein Forum sein, um über eine Fortpflanzungsmedizin der Zukunft nachzu- denken. Durch die interdisziplinäre und interfakultäre Zusammensetzung der Referierenden versprechen wir uns interessante neue Perspektiven und Denkanstösse, die jede Disziplin für sich genommen weiter bringen sollen.

flyer_tagung_fortpflanzungsmedizin.pdf

Mehr Infos: http://www.merh.uzh.ch

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein


 

Ständerat gegen Geschlechterselektion

In der Motion von Ständerätin Pascale Bruder (AG) vom Juni 2014 wird der Bundesrat beauftragt, die bestehenden Anforderungen an frühe pränatale Untersuchungen dergestalt zu präzisieren, dass deren Missbrauchsrisiko zur geschlechtsspezifischen Selektion weitestmöglich reduziert wird.

Stellungnahme des Bundesrates vom 20.08.2014 (Auszug)
Der Bundesrat teilt die Meinung der Motionärin, dass die frühe Kenntnis über das Geschlecht bei pränatalen Untersuchungen die Gefahr mit sich bringen kann, dass eine Schwangerschaft einzig aufgrund des Geschlechts des Embryos oder des Fötus abgebrochen wird. Die neuen nichtinvasiven pränatalen Untersuchungen können bereits in einem frühen Stadium der Schwangerschaft durchgeführt werden, und die Resultate liegen bereits vor Ablauf der zwölften Schwangerschaftswoche vor. Je nach Test teilen die Laboratorien den behandelnden Ärztinnen und Ärzten in der Regel die Befunde über die untersuchten Chromosomen inklusive Geschlechtschromosomen mit.

Entscheid des Ständerats
Der Ständerat hat in seiner Sitzung von Dienstag, 16. September 2014 die Motion von Pascale Bruderer stillschweigend angenommen und das Geschäft geht nun an den Nationalrat.

Mehr Infos: http://www.parlament.ch/d/suche/seiten/geschaefte.aspx?gesch_id=20143438

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein


 

Geburtshaus Delphys in neuen Räumen

Das Geburtshaus Delphys, das erste und bisher einzige Geburtshaus der Stadt Zürich, hat seinen Sitz Anfang August 2014 von der Friedaustrasse 12 in neue Räume der Wohngenossenschaft Kalkbreite an die Badenerstrasse 177 verlegt.

Das Team freut sich, jetzt noch mehr Raum für Schwangerschaftsbegleitung, Geburtshilfe und Wochenbettbetreuung bieten zu können. Die neue Lokalität verfügt unter anderem über zwei Geburtszimmer mit Gebärpool sowie vier Wochenbettoasen für die jungen Familien. Dies erlaubt es, dem Konzept von Delphys weiter treu bleiben zu können: Werdende Mütter finden bei eine hochindividuelle Betreuung durch die Hebamme sowie eine sichere und ruhige Umgebung, die ihnen eine selbstbestimmte und natürliche Geburt ermöglicht.

Mehr Infos: http://www.kalkbreite.net

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein


 

Online-Weiterbildung für Gesundheitsfachleute

Bei der medizinischen Versorgung von Menschen mit Migrationshintergrund kommt es oft zu Verständigungsschwierigkeiten. Mit dem neuen E-Learning «Interaktion und Qualität» des Bundesamtes für Gesundheit können Gesundheitsfachleute ihre Kenntnisse und Kompetenzen verbessern.

Das durch das Schweizerische Institut für ärztliche Weiter- und Fortbildung (SIWF) anerkannte Weiterbildungsangebot steht auf www.elearning-iq.ch kostenlos auf Deutsch, Französisch oder Italienisch zur Verfügung.

Drei Lehrgänge
Das Angebot umfasst drei interaktive Lehrgänge für drei verschiedene Berufsgruppen: Ärztinnen und Ärzte, Pflegefachpersonen sowie Gesundheitsdienste und Empfangspersonal. Diese Berufsgruppen waren auch an der Erarbeitung der Lehrgänge beteiligt. Diese beinhalten didaktische Filme, Reflexionsübungen, Szenen aus konkreten Fallbeispielen sowie Hinweise auf nützliche Informationsquellen und Dienstleistungen. Ziel ist das Vermitteln von Fachwissen, um

- die gesundheitliche Situation von Migrantinnen und Migranten in der Schweiz besser zu begreifen
- Verständigungsschwierigkeiten durch den Einsatz von Dolmetschdiensten abzubauen
- soziale Einflussfaktoren bei der Behandlung und Pflege zu berücksichtigen
- die Sicht des Patienten oder der Patientin auf die eigene Krankheit in die Behandlung und Pflege einzubeziehen.

Mehr Infos:
http://www.miges.admin.ch
http://www.elearning-iq.ch

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein


 

Zweisimmen schliesst Geburtshilfe per Mitte 2015

Zur geplanten Schliessung der Geburtshilfe im Spital Zweisimmen bzw. der Zentralisierung der Geburtshilfe hat die Sektion Bern des SHV ein Positionspaper erarbeitet. Es steht auf der Homepage der Berner Hebammen zur Verfügung.

Mehr Infos: http://www.bernerhebamme.ch/aktuell/

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein