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Archiv "Newsletter"


Aktuell

21.08.2012  Eisenbehandlungen bei Schwangeren
21.08.2012  Neue Publikation des Obsan, Neuenburg
15.08.2012  Neues Handbuch zur weiblichen Genitalverstümmelung
15.08.2012  Neuigkeiten der DGHWi, Münster
15.08.2012  Neuer Videoclip zur weiblichen Genitalverstümmelung
15.08.2012  Stimmen Sie JA am 23. September 2012
09.07.2012  Literaturliste zum Artikel von J. Hüppi und K. Künzle
02.07.2012  Ambulante Grundversorgung: Neue Versorgungsmodelle

 

Eisenbehandlungen bei Schwangeren

Mit welchem Arzneimittel sollen Schwangere gegen Eisenmangel behandelt werden? Und: Kann intravenös verabreichtes Eisen schädlich sein für Mutter und Kind? Diese Fragen werden aktuell in der Öffentlichkeit diskutiert.
Eisenmangel ist bei jungen Frauen nicht selten, da sie das Eisen, das im Blutfarbstoff Haemoglobin enthalten ist, bei der Menstruation verlieren. Bei schwererem Eisenmangel kann zuwenig Haemoglobin gebildet werden und es kommt zur Blutarmut. Auch in der Schwangerschaft ist der Eisenbedarf erhöht. Wenn er mit der Nahrung nicht gedeckt werden kann, muss Eisen mit Medikamenten zugeführt werden.

Besonderheiten für Schwangere
Für die Anwendung der intravenösen Präparate Venofer und Ferinject bei Schwangeren gelten zusätzliche Einschränkungen und Vorsichtsmassnahmen. Diese sind für beide Präparate gleich:
In den ersten drei Monaten der Schwangerschaft sollten intravenöse Eisenpräparate aus Vorsicht nicht eingesetzt werden. In diesem Entwicklungsstadium ist das ungeborene Kind besonders empfindlich. Es gibt keine Hinweise, dass es zu Missbildungen beim Menschen kommt, aber die Erfahrungen mit der Anwendung bei Frauen in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft sind ungenügend.
Auch ab dem vierten Schwangerschaftsmonat ist mit der Gabe von intravenösem Eisen Vorsicht geboten, da die Erfahrungen mit den beiden erwähnten Präparaten auch in dieser Zeit begrenzt sind. Experten empfehlen, intravenöses Eisen bei Schwangeren nur bei schwererem Eisenmangel (mit Blutarmut) zu geben und natürlich nur dann, wenn Präparate zum Schlucken nicht angewendet werden können.

Nutzen und Risiken
Der Nutzen muss sorgfältig gegen die Risiken abgewogen werden. Was den Nutzen betrifft, ist wichtig, dass ein Eisenmangel bei der Mutter, der zur Blutarmut führt, für Mutter und Ungeborenes schädlich ist und behoben werden muss. Was die Risiken betrifft, sind beim intravenösen Eisen vor allem die Überempfindlichkeitsreaktionen wichtig. Sie können in seltenen Fällen schwerwiegend sein (z.B. Blutdruckabfall, Atembeschwerden) und die Schwangere und das Ungeborene besonders gefährden.

Mehr Infos: http://www.swissmedic.ch/

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein


 

Neue Publikation des Obsan, Neuenburg

Zugewandertes Pflegeassistenzpersonal und Brain Waste I. Quantitative Daten zur Soziodemografie, Qualifikation und beruflichen Motivation.
Von «Brain Waste» wird gesprochen, wenn Migrantinnen und Migranten ihre im Herkunftsland erworbenen beruflichen Qualifikationen im Zuwanderungsland nicht nutzen können. Diese explorative, quantitative Studie geht der Frage nach, wie gross das Ausmass an Brain Waste unter dem in der Schweiz eingewanderten Pflegeassistenzpersonal ist und inwieweit ein Potential für (Re-)Qualifikation besteht.

Christa Vangelooven, Dirk Richter, Petra Metzenthin
Zugewandertes Pflegeassistenzpersonal und Brain Waste I. Quantitative Daten zur Soziodemografie, Qualifikation und beruflichen Motivation.
Obsan Dossier 20 des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums (Obsan)
(Bericht in Deutsch, mit französischer Zusammenfassung)
Der Volltext ist unter dem angegebenen Link zu finden.

Mehr Infos: http://www.obsan.admin.ch/bfs/obsan/de/index/05/publikationsdatenbank.html?publicationID=4862

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein


 

Neues Handbuch zur weiblichen Genitalverstümmelung

Pädagogische Hochschule Zentralschweiz (Hrsg.) Handbuch zur Information und Reflexion über weibliche Genitalverstümmelung: Ansätze, Herausforderungen und Empfehlungen für Fachpersonen
Das Handbuch betrachtet weibliche Genitalverstümmelungen in ihrem sozialen Kontext unter Berücksichtigung des Gesundheitsbereichs, der Angebote für die betroffenen Frauen, der Asyl- und Integrationsfragen, der rechtlichen Aspekte, des Kinder- und Jugendschutzes und der Prävention. Es versucht, Lösungen und mögliche Hilfestellungen für die betroffenen Frauen zu erarbeiten, indem es sich auf deren Empfehlungen und Vorschläge stützt.

Das Buch, soeben ist es mit Unterstützung des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) auch in deutscher Sprache erschienen, wird von der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz, Luzern, herausgegeben.

Mehr Infos: http://www.dienstleistungen.luzern.phz.ch/zentrum-menschenrechtsbildung/publikationen/weibliche-geni

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein


 

Neuigkeiten der DGHWi, Münster

Die Deutsche Gesellschaft für Hebammenwissenschaft (DGHWi e.V.) gehört seit Juni 2012 zum Kreis der Fachgesellschaften, die vor abschliessenden Entscheidungen des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) stellungnahmeberechtigt sind.
Damit wird der DGHWi gemäss SGB V, §92, 7d, ein Mitspracherecht zur Bewertung von Untersuchungs- und Behandlungsmethoden im betreffenden Fachbereich eingeräumt.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) ist unter Aufsicht des Bundesministeriums für Gesundheit und im Rahmen gesetzlicher Bestimmungen das oberste Gremium zur Sicherung der gesundheitlichen Versorgung in Deutschland. Durch das SGB V hat er unter anderem den Auftrag zur Bestimmung des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenversicherungen. Das Gremium setzt sich zusammen aus Mitgliedern der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, der Deutschen Krankenhausgesellschaft, des GKV-Spitzenverbandes (Interessensvertretung der gesetzlichen Krankenkassen) und akkreditierten Patientenverbänden.

Der Schweizerische Hebammenverband (SHV) gratuliert dem DGHWi zur Stellungnahmeberechtigung!

Pressenotiz_G-BA_2012-07.pdf

Mehr Infos: http://www.dghwi.de

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein


 

Neuer Videoclip zur weiblichen Genitalverstümmelung

Ein neuer Videclip zur weiblichen Genitalverstümmelung soll sensiblisieren und informieren.
'Terre des Femmes Schweiz' und die 'African Mirror Foundation' haben mit finanzieller Unterstützung des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) einen kurzen Präventions- und Sensibilisierungsfilm in Deutsch, Französisch, Englisch, Tigrinya und Somali zum Thema weibliche Genitalverstümmelung produziert. Den Videoclip finden Sie unter dem aufgeführten Link.

Mehr Infos:
http://www.africanmirror.org/
http://www.terre-des-femmes.ch/de/fgm/unterstuetzung-bei-fgm/videoclip

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein


 

Stimmen Sie JA am 23. September 2012

Am 23. September ist es soweit: die Schweizer Bevölkerung stimmt über die Initiative 'Schutz vor Passivrauchen' ab.
Damit besteht die Chance einen wirksamen und einheitlichen Passivrauchschutz in der Schweiz zu etablieren. Die aktuelle Gesetzgebung lässt zahlreiche Lücken zu und führt unter anderem dazu, dass verschiedene Berufsgruppen (z.B. das Servicepersonal) weiterhin den gesundheitlichen Risiken des Passivrauchens ausgesetzt sind.
Der SHV - nebst 50 anderen Organisationen und Institutionen - unterstützt die Initiative. Wenn eine schwangere Frau im Tabakrauch arbeiten muss, so schadet das ihrem ungeborenen Kind. Der SHV sagt also klar JA!

Medienmitteilung_130812.pdf

Mehr Infos: http://www.rauchfrei-ja.ch

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein


 

Literaturliste zum Artikel von J. Hüppi und K. Künzle

Literaturliste zum Artikel von Junia Hüppi und Karin Künzle, «Selbsthypnose in der Geburtshilfe», erschienen in: Hebamme.ch, Zeitschrift des Schweizerischen Hebammenverbandes (SHV), Ausgabe 7-8 2012, S. 36
1 Bongartz, B. & Bongartz, W. (1988). Hypnose. Wie sie wirkt und wem sie hilft. Zürich, Kreuz Verlag.
2 Münch, F. (1990). Geburtshilfe. In: D. Revenstorf (Hrsg.), Klinische Hypnose (S. 355-362). Berlin Heidelberg: Springer-Verlag.
3 Crafter, H. (2003). Psychologische Aspekte des Wehenschmerzes während der normalen Geburt. In: M. Yerby (Hrsg.), Schmerz und Schmerzmanagement in der Geburtshilfe (S. 67-87). Bern: Verlag Hans Huber.
4 Harmon, T.M., Hynan, M.T. & Tyre, T.E. (1990). Improved obstetric outcomes using hypnotic analgesia and skill mastery combined with childbirth education. Journal of Consulting and Clinical Psychology, 58, 525-530.
5 Jenkins, M.W. & Pritchard, M.H. (1993). Hypnosis: practical applications and theoretical considerations in normal labour. British journal of obstetrics and gynaecology, 100(3), 221-226.
6 Hüsken-Janssen, H., Revenstorf, D. & Tinneberg, H. (2005). Hypnotherapeutische Geburtsvorbereitung. Studie zur Wirksamkeit der hypnoreflexogenen Methode nach Schauble. Frankfurt am Main: Peter Lang.
7 Martin, A.A., Schauble, P.G., Rai, S.H. & Curry, R.W.jr. (2001). Effects of hypnosis on the labor processes and birth outcomes of pregnant adolescents. Journal of Family Practice, 50, 441-443.
8 Brann, L.R. & Guzvica, S.A. (1987). Comparison of hypnosis with conventional relaxation for antenatal and intrapartum use: a feasibility study in general practice. Journal of the Royal College of General Practitioners, 37, 437-440.
9 Cyna, A.M., Andrew, M.I. & McAuliffe, G.L. (2006). Antenatal self-hypnosis for labour and childbirth: a pilot study. Anaesthesia and Intensive Care, 34, 464-469.
10 Guse, T., Wissing, M. & Hartman, W. (2006). The effect of a prenatal hypnotherapeutic programme on postnatal maternal psychological well-being. Journal of Reproductive and Infant Psychology, 24(2), 163-177.
11 Schmid, V. (2005). Der Geburtsschmerz. Bedeutung und natürliche Methoden der Schmerzlinderung. Stuttgart: Hippokrates Verlag.

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein


 

Ambulante Grundversorgung: Neue Versorgungsmodelle

Die Zukunft der ambulanten medizinischen Grundversorgung liegt auch in neuen Versorgungsmodellen.
Zu diesem Schluss kommt eine Arbeitsgruppe, die von Bund und Kantonen eingesetzt wurde. Zwar sind in der Schweiz Ansätze für solche Versorgungsmodelle am Entstehen. Damit sie sich aber weiter entwickeln können, müssen Rahmenbedingungen gelten, die solche Initiativen begünstigen. Ein Beispiel für solche Versorgungsmodelle sind Gesundheitszentren, in denen nebst ärztlichen Grundversorger/innen unter anderem auch Pflegefachpersonen, Ergo- und Physiotherapeuten und Hebammen arbeiten.

Mehr Infos: http://www.fmh.ch

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein