Wo geht es Müttern am besten?
160 Länder untersucht
Alljährlich legt die Kinderrechtsorganisation "Save the Children" einen Bericht zur Situation der Mütter in der Welt vor. 2010 wurden die Zustände in über 160 Staaten miteinander Verglichen. Norwegen, Australien, Island und Schweden führen die diesjährige Rangliste an. Sie und weitere sechs Länder der Spitzengruppe weisen besonders hohe Werte in den Bereichen Mütter- und Kindergesundheit sowie Bildungsstandard und wirtschaftliche Situation auf. Unter den untersuchten Staaten nimmt Afghanistan den traurigen letzten Platz ein.
Acht der zehn Staaten am unteren Ende liegen im Afrika südlich der Sahara. Hier stirbt im Schnitt eine von 23 Müttern während Schwangerschaft oder Geburt. Eines von sechs Kindern erlebt seinen 5. Geburtstag nicht, und mehr als eines von drei Kindern leidet an Unterernährung. Die hälfte der Bevölkerung hat keinen Zugang zu sauberem Wasser und auf fünf eingeschulte Jungen kommen nur vier Mädchen. In Afghanistan sind nur 14 Prozent aller Geburten von ausgebildetem Personal betreut.
Die Schweiz rangiert wie in den Vorjahren auf Platz 15, gefolgt von Slowenien und Estland. Negativ beeinflusst wird das Schweizer Ergebnis vom kurzen Mutterschaftsurlaub, den ungleichen Löhnen für Frauen und Männer sowie der vergleichsweise geringen Teilnahme der Frauen in der Politik.
Der vollständige Bericht (in englischer Sprache) kann auf www.savethechildren.ch/publikationen heruntergeladen werden.
Mehr Infos:
http:// www.savethechildren.ch
11.08.2010, SHV/FSSF, Gerlinde Michel