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Aktuelles für Mitglieder
10.06.2013 Embryonen-Tests ja, 'Designer-Babys' nein
06.06.2013 Weltstillwoche, 14. bis 21. September 2013
27.05.2013 Europäischer Bericht zur Perinatalgesundheit 2010
20.05.2013 Erste nationale Tagung der Migrant Friendly Hospitals
20.05.2013 Baby-Nahrung: Untersuchung zeigt erfreuliche Resultate
20.05.2013 Trotz Baby depressiv - ein Film über Wochenbettdepression
20.05.2013 Jung und schwanger - ein Film über junge Mütter
20.05.2013 Gemeinsam gegen die Armut in der Schweiz
Embryonen-Tests ja, 'Designer-Babys' nein
Die Präimplantationsdiagnostik (PID) soll zukünftig in bestimmten Fällen erlaubt sein.
Erblich vorbelastete Paare, die sich für eine In-vitro-Befruchtung entscheiden, sollen die Präimplantationsdiagnostik (PID) nutzen können. Zudem soll es künftig erlaubt sein, Embryonen zu Fortpflanzungszwecken aufzubewahren. Die Neuregelung bedingt eine Änderung von Artikel 119 der Bundesverfassung über Fortpflanzungsmedizin und Gentechnologie im Humanbereich. Der Bundesrat hat den Regelungsentwurf und die dazugehörige Botschaft ans Parlament überwiesen.
Paare mit einer genetischen Veranlagung aufgrund derer ihre Kinder von einer schweren Erbkrankheit betroffen sein könnten, dürfen künftig die PID in Anspruch nehmen. Sie dürfen die Embryonen im Rahmen einer künstlichen Befruchtung auf die entsprechende Erbkrankheit hin untersuchen lassen, um anschliessend nur jene Embryonen für das Fortpflanzungsverfahren zu verwenden, die nicht von dieser Krankheit betroffen sind. Alle anderen PID-Anwendungsmöglichkeiten bleiben weiterhin verboten. So dürfen unfruchtbare Paare, die erblich nicht vorbelastet sind, von der PID keinen Gebrauch machen. Ebenso bleibt es untersagt, einen Embryo auf spontan auftretende Krankheiten wie Trisomie 21 untersuchen zu lassen oder ein so genanntes Retter-Baby zur Gewebespende für kranke Geschwister auszuwählen.
Volltextsuche
Quelle: BAG, Sektion Kommunikation, 7. Juni 2013
HINWEIS
Unsere Zeitschrift 'Hebamme.ch' nahm sich im März 2012 (3-2012) dem Thema 'Präimplantationsdiagnostik und Reproduktionstechnologien' an. Lesen Sie dazu die Interviews mit Dr. Ruth Baumann-Hölzle, Institut Dialog Ethik, Zürich, und Prof. Willemijn de Jong, Ethnologisches Institut, Universität Zürich.
Hebamme.ch-3-2012.pdf
Mehr Infos:
http://www.bag.admin.ch/themen/medizin/03878/06152/index.html?lang=de
SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein
Weltstillwoche, 14. bis 21. September 2013
Die Weltstillwoche steht dieses Jahr unter dem Motto «Platz dem Stillen» und findet vom 14. bis zum 21. September 2013 statt. Mit dieser Kampagne will die Stiftung zur Förderung des Stillens darauf aufmerksam machen, dass Stillen nichts mit Ideologie zu tun hat und unsere Unterstützung verdient. Gerade aus Public-Health-Perspektive ist es nach wie vor wünschenswert und dringend, das Stillen in der Schweiz zu erleichtern und zu fördern.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Schweizerische Gesellschaft für Pädiatrie (SGP) und das Bundesamt für Gesundheit (BAG) empfehlen Babys zu stillen. Viele Mütter sind motiviert, diese Empfehlung zu befolgen. Die Umsetzung im Alltag scheint jedoch nicht so einfach. In der Schweiz starten über 90% der Mütter mit dem Stillen, nach drei Monaten werden aber nur noch rund 55% der Säuglinge gestillt.
Interdisziplinäre Fachtagung «Platz dem Stillen» 26. September 2013, Teufen AR
Das Programm der Tagung, die von Gesundheitsförderung Schweiz und dem BAG finanziell unterstützt wird, finden Sie als PDF in dieser Nachricht.
Fachtagung_Teufen Platz dem Stillen_def.pdf
MM_Weltstillwoche 2013-d.pdf
SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein
Europäischer Bericht zur Perinatalgesundheit 2010
Erstmals berücksichtigt der Bericht zur Daten des Bundesamtes für Statistik (BFS) und erlaubt den Vergleich der Situation in der Schweiz mit jener in anderen europäischen Ländern.Bei den meisten Indikatoren liegt die Schweiz im europäischen Durchschnitt.
Profil der Frauen bei der Geburt ihres Kindes
In der Schweiz waren im Jahr 2010 insgesamt 1,1 Prozent der Frauen bei der Geburt ihres Kindes unter 20 Jahre alt. Im europäischen Vergleich entspricht dies dem niedrigsten Anteil an Müttern im Teenager-Alter. In den anderen Ländern betrug der Anteil zwischen 1,4 Prozent (Dänemark, Italien, Niederlande) und 10,6 Prozent (Rumänien). In der Schweiz waren 25,8 Prozent der Frauen, die im Jahr 2010 geboren haben, 35 Jahre alt oder älter. Dieser Wert ist im europäischen Vergleich zwar hoch, er liegt jedoch unter demjenigen von Irland (27,9%), Spanien (29,5%) und Italien (34,7%).
Medizinische Betreuung
Geburten mittels Kaiserschnitt werden in ganz Europa immer häufiger. Ausnahmen bilden Finnland und Schweden, wo die Zahl zwischen 2004 und 2010 leicht zurückgegangen ist. In der Schweiz wurde im Jahr 2010 bei einem Drittel der Geburten ein Kaiserschnitt durchgeführt. Polen, Portugal, Rumänien, Italien und Zypern verzeichneten einen noch höheren Anteil.
Der Anteil der Geburten ohne geburtsmedizinischer Eingriff (natürliche Geburt ohne Einleitung, Zangen-/Vakuumextraktion oder Dammschnitt) belief sich 2010 in der Schweiz auf 34,8 Prozent. Insgesamt 0,7 Prozent der Geburten waren Hausgeburten, 1,5 Prozent fanden in einem Geburtshaus und 97,8 Prozent in einem Spital statt.
Mehr Infos:
http://www.europeristat.com/
http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/14/01/new/nip_detail.html?gnpID=2013-578
SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein
Erste nationale Tagung der Migrant Friendly Hospitals
Ausgewählte Schweizer Spitäler entwickeln sich im Rahmen des BAG-Pilotprojekts Migrant Friendly Hospitals (MFH) zu migrantenfreundlichen Kompetenzzentren.
Am 19. September 2013 werden sie in Bern ihre Arbeit erstmals einer breiteren Fachöffentlichkeit vorstellen. Nebst Vertreterinnen und Vertretern der Spitäler werden auch Referenten aus dem Ausland teilnehmen, die das Thema «Umgang mit Diversität in der Gesundheitsversorgung» in internationalem Kontext beleuchten.
Informationen zur Fachtagung unter: http://www.swiss-mfh.ch
Das Nationale Programm Migration und Gesundheit
Gut ein Fünftel der Schweizer Gesamtbevölkerung sind Ausländer und Ausländerinnen. Sie machen einen Viertel der erwerbstätigen Bevölkerung aus und finanzieren unser Gesundheitswesen massgeblich mit. Ihr Gesundheitszustand ist indes weniger gut als jener der Einheimischen. Das Nationale Programm Migration und Gesundheit ist der Public-Health-Beitrag des BAG zugunsten der Migranten und Migrantinnen in der Schweiz und erfolgt im Auftrag des Bundesrats.
Den aktuellen Newsletter des BAG-Projektes MFH (April 2013) und weitere Informationen finden Sie unter dem angegebenen Link.
Mehr Infos:
http://www.bag.admin.ch/themen/gesundheitspolitik/07685/07688/index.html?lang=de
SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein
Baby-Nahrung: Untersuchung zeigt erfreuliche Resultate
Im Jahr 2012 haben Bund und Kantone in einer breit angelegten Untersuchung Baby-Nahrung auf Pestizid-Rückstände und andere Verunreinigungen untersucht. Die aktuellen Ergebnisse sämtliche 108 Proben waren rechtskonform zeigen ein deutlich positiveres Bild als in früheren Analysen. Dies lässt darauf schliessen, dass die Produzenten ihre Pflicht zur Selbstkontrolle ernst nehmen und ihre betriebsinternen Kontrollsysteme effizienter geworden sind. Diese Kontrollkampagne steht im Zeichen einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen Bund und Kantonen.
Im Rahmen der nationalen Lebensmittelkontrolle wurden Babynahrung (Altersgruppe 0-12 Monate) und Lebensmittel für Kleinkinder (Altersgruppe 13 Jahre) untersucht. 108 Proben wurden auf Pestizid-Rückstände untersucht. Ausgewählte Stichproben wurden zusätzlich auf Spuren von Nitraten, auf Bromid und gentechnisch veränderte Organismen (GVO) getestet. Sämtliche Proben entsprachen den rechtlichen Vorschriften. In 107 Proben lagen die Pestizid-Werte unterhalb der Nachweisgrenze. In einem Fall wurden tolerierbare Spuren von Pestiziden gemessen. Die Resultate dieser Messungen fallen deutlich besser aus als bei früheren Untersuchungen.
Mehr Infos:
http://www.bag.admin.ch/themen/lebensmittel/04865/13654/14068/index.html?lang=de
SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein
Trotz Baby depressiv - ein Film über Wochenbettdepression
Trotz Baby depressiv - ein Film über Wochenbettdepression
Lauflänge: 60 Min./ Kaufpreis: 30.- EUR
Das Baby ist da - alle wollen es sehen, die Familie kann ihr Glück kaum fassen, doch bei der Mutter will keine Freude aufkommen. Die Diagnose: Wochenbettdepression.
Der Film porträtiert drei Frauen, die sich zum Teil erst über Umwege in psychiatrische Behandlung begeben haben, da sowohl in der Familie als auch in Spital das Problem nicht erkannt wurde. Die Frauen beschreiben ihre Situation nach der Geburt ihres Kindes: wie sie sich gefühlt haben und wie andere auf sie reagiert haben, durch welche Phasen der Erkrankung sie gegangen sind und wie lange sie gekämpft haben, um aus der Depression herauszukommen und wieder ein normales Leben führen zu können.
Mehr Infos:
http://www.medienprojekt-wuppertal.de
SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein
Jung und schwanger - ein Film über junge Mütter
Jung und schwanger - Dokumentationen über junge Schwangere, junge Mütter und Väter
Lauflänge: 145 Min., Kaufpreis 30.- EUR
In den sieben Dokumentarfilmen werden acht junge Mütter (und auch einige Väter) porträtiert. Sie werden zu ihrer Sexualität, ihren Beziehungen, der Schwangerschaft, der Geburt, dem Leben mit den Kindern und ihren Perspektiven interviewt. In den Filmen erzählen die jungen Frauen aus heutiger Sicht ihre Geschichte als junge Mütter.
Mehr Infos:
http://www.medienprojekt-wuppertal.de
SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein
Gemeinsam gegen die Armut in der Schweiz
Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) setzt in den Jahren 2014 bis 2018 in Zusammenarbeit mit Kantonen, Städten, Gemeinden und privaten Organisationen das «Nationale Programm zur Prävention und Bekämpfung von Armut» um. Der Bundesrat hat das Programm gutgeheissen. Der Bund zielt in erster Linie darauf ab, die Bildungschancen von sozial benachteiligten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu erhöhen, damit sie nicht in die Armut abrutschen. Für das Programm stehen insgesamt 9 Mio. Franken zur Verfügung.
Das Nationale Programm zur Prävention und Bekämpfung von Armut hat seinen Ursprung im Bericht «Gesamtschweizerische Strategie zur Armutsbekämpfung», den der Bundesrat im Auftrag des Parlaments im März 2010 verabschiedet hat. Das nun verabschiedete Konzept hat das Eidg. Departement des Innern (EDI) im Dialog mit zahlreichen Akteurinnen und Akteuren erarbeitet. Der Entwurf wurde im Februar 2013 mit den Kantonen, Städten und Gemeinden diskutiert. Diese haben die Stossrichtung gutgeheissen und haben ihre Unterstützung für die Umsetzung zugesichert. Für die Umsetzung des Nationalen Programms sind das EDI und das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) zuständig.
BSV Nationales Programm Armut.pdf
Mehr Infos:
http://www.bsv.admin.ch/aktuell/medien/00120/index.html?lang=de&msg-id=48838
SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein
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