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15.12.2014  Smartphones und Handys in der Schwangerschaft
15.12.2014  Krankenversicherung übernimmt neue Analysen bei Brustkrebs
15.12.2014  Dialog-Projekt NGP Psychische Gesundheit
15.12.2014  Unterstützung für betreuende und pflegende Angehörige
13.12.2014  SHV befürwortet neue Richtlinien zur Geburt
11.12.2014  Artikel Brechbühl und Zimmermann, Literatur 12/2014
19.11.2014  Interprofessionelle Bildung der Gesundheitsfachpersonen
19.11.2014  Gesundheitsberufegesetz - positive Vernehmlassung

 

Smartphones und Handys in der Schwangerschaft

Ob die Benutzung von Mobilfunkgeräten in der Schwangerschaft die Gesundheit von Mutter und Kind gefährden kann, ist wissenschaftlich noch ungeklärt. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann einige Regeln beachten. Handys und Smartphones produzieren zum Teil starke elektromagnetische Strahlung, die in den Körper eindringen kann. Die Werte sind dann besonders hoch, wenn der Empfang schlecht ist und das Mobilfunkgerät viel Sendeleistung aufwenden muss, um die Verbindung herstellen und halten zu können.
Starke Strahlung entsteht zudem, wenn ein Smartphone auch unterwegs eine Internet-Verbindung hat. Das Gerät versucht dann, auch bei schlechtem Empfang Daten wie E-Mails, Website-Inhalte oder App-Aktualisierungen zu übertragen.

Handys geben unterschiedlich starke Strahlung ab. Die Hersteller müssen für jedes Modell den sogenannten SAR-Wert (Spezifische Absorptionsrate) ermitteln. Als Grenzwert zum Schutz der Gesundheit hat sich international ein Wert von 2 Watt pro Kilogramm im Kopfbereich durchgesetzt. Als besonders strahlungsarm gelten Handys mit einem Wert von unter 0,6 Watt pro Kilogramm. Derzeit (Stand Frühjahr 2014) liegt mehr als der Hälfte aller Modelle über dem empfohlenen Grenzwert für strahlungsarme Handys.

Mehr Infos: http://www.familienplanung.de/schwangerschaft/gesundheit-und-ernaehrung

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein


 

Krankenversicherung übernimmt neue Analysen bei Brustkrebs

Die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) vergütet ab dem 1. Januar 2015 genetische Untersuchungen von Brustkrebsgewebe.
Diese helfen beim Entscheid für oder gegen eine Chemotherapie. Zudem werden bei Brustkrebspatientinnen künftig auch die Kosten für verschiedene Brustoperationen übernommen. Dies hat das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) am 9. Dezember 2014 entschieden. Bei Brustkrebspatientinnen bezahlt die Grundversicherung neu auch Teilrekonstruktionen der Brust. Bisher übernahm sie die Kosten nur, wenn die gesamte Brust rekonstruiert werden musste. Diese Änderung trägt dem medizinischen Fortschritt Rechnung: es reicht in immer mehr Fällen aus, nur noch einen Teil der Brust zu amputieren. Gleichzeitig übernimmt die OKP neu auch die Kosten, wenn die gesunde Brust verkleinert werden muss.

Mehr Infos: http://www.news.admin.ch/message/index.html?lang=de&msg-id=55591

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein


 

Dialog-Projekt NGP Psychische Gesundheit

Am 20. November 2014 hat der Dialog Nationale Gesundheitspolitik (NGP) den Entwurf des Berichtes «Dialog-Projekt Psychische Gesundheit» zur informellen Anhörung freigegeben. Gegenstand des Berichtentwurfs sind die Aufrechterhaltung und Förderung der psychischen Gesundheit sowie die Prävention und Früherkennung psychischer Erkrankungen. Die informelle Anhörung dauert bis 28. Februar 2015 und hat insbesondere zum Ziel, die vorgeschlagenen Massnahmen zu konkretisieren.

NGP Dialog-Projekt Psychische Gesundheit.pdf

Mehr Infos: http://www.bag.admin.ch/themen/gesundheitspolitik/14149/14714/15113/index.html?lang=de

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein


 

Unterstützung für betreuende und pflegende Angehörige

Aufgrund der demografischen Entwicklung wird die Pflege und Betreuung kranker Familienmitglieder durch Angehörige künftig noch wichtiger. Der Bundesrat lanciert deshalb verschiedene Massnahmen, um Angehörige besser unterstützen zu können.
Der Bundesrat will die Rahmenbedingungen für betreuende und pflegende Angehörige so verbessern, dass diese sich langfristig engagieren können, ohne sich zu überfordern. Nötig sind zum einen bessere Informationen und der Ausbau von Entlastungsangeboten, wie Unterstützung durch Freiwillige oder Ferienbetten in Alters- und Pflegeheimen. Wichtig sind zum anderen Massnahmen, um die Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Angehörigenpflege zu fördern.

Deshalb hat der Bundesrat als Teil seiner gesundheitspolitischen Prioritäten Gesundheit2020" den Aktionsplan zur Unterstützung und Entlastung von pflegenden Angehörigen" verabschiedet. Die Umsetzung dieser Massnahmen soll gemeinsam mit den Kantonen, Gemeinden und privaten Organisationen angegangen werden.

BAG Angehoerigenpflege 12-2014.pdf

Mehr Infos: http://www.bag.admin.ch/themen/gesundheitspolitik/14437/index.html?lang=de

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein


 

SHV befürwortet neue Richtlinien zur Geburt

Neue Richtlinien der britischen Gesundheitsbehörde (NHS) zur Geburt unterstreichen die Haltung des SHV: Haus- oder Geburtshausgeburten sind eine sichere Alternative zur Spitalgeburt.
Von Hebammen geleitete Geburten zu Hause, im Geburtshaus oder in hebammengeleiteten Gebärabteilungen in Spitälern sind für gesunde Frauen sicherer als Spitalgeburten. Dies veröffentlichte die renommierte britische Gesundheitsbehörde NHS (National Health Service) in der vergangenen Woche in ihrer neuesten Richtlinie (NICE-Guideline 190) zur Betreuung während der Geburt. Diese Empfehlung hat im angelsächsischen Raum für viel Aufsehen gesorgt, kommen doch in Grossbritannien mehr als 90 Prozent der Kinder im Spital zur Welt. Studien haben aufgezeigt, dass die Zahl der medizinischen Interventionen bei einer Geburt im Spital signifikant erhöht ist. Die NHS empfiehlt deshalb, allen gesunden Frauen mit einer physiologischen Schwangerschaft explizit zu raten, zu Hause oder im Geburtshaus zu gebären.

NICE-Guideline 190 widerspricht aktuellem Trend hin zu Spitalgeburten
Die neu veröffentlichte Empfehlung hat international viel Aufregung verursacht, da sie bisherigen Fachempfehlungen mit einer Präferenz für Spitalgeburten, komplett widerspricht. Auch in der Schweiz stellt man bisher den eindeutigen Trend zur Spitalgeburt fest. Im Jahre 2012 kamen von den rund 82 000 geborenen Kindern nur 719 zu Hause zur Welt und 1121 Kinder erblickten das Licht der Welt in einem Geburtshaus. Alternative Möglichkeiten, wie die hebammengeleiteten Institutionen im Spital selber oder angegliedert an ein Spital, gibt es in der Schweiz leider nicht.

NICE clinical guideline 190: Intrapartum care: care of healthy women and their babies during childbirthIssued

MM_Neue Richtlinien.pdf

Mehr Infos:
http://www.nice.org.uk/guidance/CG190
https://www.nice.org.uk/news/article/midwife-led-units-safest-for-straightforward-births

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein


 

Artikel Brechbühl und Zimmermann, Literatur 12/2014

Literaturangaben zum Artikel «Bewegte Schwangerschaft» - wirksame Sportprogramme zur Prävention und Therapie von Gestationsdiabetes»
Autorinnen: Sophie Brechbühl, dipl. Hebamme BSc, Corinne Zimmermann, dipl. Hebamme BSc. Erschienen in: Hebamme.ch, Ausgabe 12-2014, Seiten 12-15

Hebamme.ch 12_2014_Brechbuehl-Zimmermann_d.pdf
Literatur Brechbuehl und Zimmermann Ausgabe 12-2014.pdf
05 TiBiS.pdf

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein


 

Interprofessionelle Bildung der Gesundheitsfachpersonen

Nationale Konferenz «Interprofessionelle Bildung der Gesundheitsfachpersonen», 4. Dezember, Stade de Suisse, Bern
Die vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) organisierte Tagung hat zum Ziel, die interprofessionelle Lehre an den medizinischen Fakultäten und anderen Bildungsinstitutionen einzuführen und zu integrieren, eventuelle Hürden zu eruieren und somit eine geeignete Grundlage zu schaffen, um die Bildungsgänge verschiedener Gesundheitsberufe besser koordinieren und die interprofessionelle Zusammenarbeit in der Lehre verankern zu können.(

Diese Neuausrichtung der Lehre, die ihre Akzente auf Schnittstellen zwischen den Bildungsgängen verschiedener Gesundheitsberufe setzt, basiert auf den Arbeiten der Themengruppe «Interprofessionalität» der Plattform «Zukunft ärztliche Bildung». In der Charta «Zusammenarbeit der Fachleute im Gesundheitswesen», die Ende November 2014 veröffentlicht wird, kommt der interprofessionellen Aus-, Weiter- und Fortbildung ebenfalls ein hoher Stellenwert zu.

Mehr Infos: http://www.bag-meeting.ch

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein


 

Gesundheitsberufegesetz - positive Vernehmlassung

Die Qualität in den an Fachhochschulen vermittelten Gesundheitsberufen soll gefördert werden. Dies will der Bundesrat unter anderem mit einem neuen Gesundheitsberufegesetz sicherstellen.
Ein entsprechender Gesetzesentwurf ist in der Vernehmlassung positiv aufgenommen worden. Der Bundesrat hat deshalb das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) sowie das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) beauftragt, bis im Herbst 2015 eine Gesetzesbotschaft auszuarbeiten.

Das neue Bundesgesetz über die Gesundheitsberufe (GesBG) formuliert gesamtschweizerisch einheitliche Anforderungen an die Ausbildungen in Pflege, Physiotherapie, Ergotherapie, Hebamme sowie Ernährung und Diätetik auf Bachelor-Stufe. Weiter regelt es die Ausübung der entsprechenden Berufe in eigener fachlicher Verantwortung.

Nach der Vernehmlassung hat der Bundesrat beschlossen, ein nationales Register für Gesundheitsberufe zu schaffen. Ziel ist, damit die Patientensicherheit zu erhöhen und die Berufsausübung nachverfolgen zu können. Geprüft werden soll, ob das Gesetz auch Master-Studiengänge und die entsprechende Berufsausübung zu regeln hat. Der Bachelor soll aber grundsätzlich der berufsbefähigende Abschluss bleiben. Unter Einbezug der Partner im Bildungs- und Gesundheitsbereich wird zudem geklärt, ob weitere Berufe der Fachhochschulstufe und der höheren Berufsbildung aufgenommen werden sollen.

Mehr Infos: http://www.bag.admin.ch/themen/berufe/index.html?lang=de

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein