5. Mai: Internat. Hebammentag
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27.11.2013  Neuer Influenza-Pandemieplan für die Schweiz
27.11.2013  «Herzensort» erschienen - ein Buch über Riggisberg
27.11.2013  Frankreich: Hebammen gehen auf die Strasse
26.11.2013  Verein Stärnechind
26.11.2013  Kein Raum für Sexismus
25.11.2013  Petition mit 17'000 Unterschriften überreicht
24.11.2013  Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen
01.11.2013  Statistik der frei praktizierenden Hebammen 2012

 

Neuer Influenza-Pandemieplan für die Schweiz

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat zusammen mit den Kantonen und Experten den nationalen Influenza-Pandemieplan überarbeitet. Dieser soll helfen, in einem künftigen Pandemiefall schnell und angemessen zu reagieren.
Der schweizerische Influenza-Pandemieplan dient den nationalen und kantonalen Behörden dazu, sich auf eine Pandemie vorzubereiten. Bei der Bewältigung der letzten Grippe-Pandemie, der Pandemie A(H1N1) im Jahre 2009, zeigten sich Schwächen. Anpassungsbedarf wurde unter anderem im Bereich Kommunikation identifiziert. Zudem zeigte sich, dass der Plan in den Bereichen Logistik und Steuerung zu eng gefasst war. Das BAG und die Eidgenössische Kommission für Pandemievorbereitung und -bewältigung (EKP) haben deshalb den Pandemieplan in Zusammenarbeit mit den Kantonen und weiteren Experten umfassend überarbeitet.
Im neuen nationalen Pandemieplan spielen Aggressivität und Übertragbarkeit des Virus weiterhin eine wichtige Rolle für die Bewältigung einer Pandemie. Der Plan wurde aber vereinfacht, gekürzt und optimiert. So kennt er beispielsweise nur noch drei anstelle von sechs Pandemiestufen: die normale Lage, die Pandemie und die Post-Pandemie. Mit dieser Einstufung löst sich die Schweiz vom Modell der Weltgesundheitsorganisation. Mit der Vereinfachung können auch die Massnahmen flexibler entsprechend der nationalen Lage beschlossen werden.

Mehr Infos: http://www.bag.admin.ch/influenza/01120/01134/03058/

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein


 

mehr «Herzensort» erschienen - ein Buch über Riggisberg

Informationen der Autorinnen:
Am 26. März 2013 teilte man uns mit, dass der gemeinsame Verwaltungsrat vom Inselspital und vom Spital Netz Bern entschieden hat, unsere Geburtshilfe in Riggisberg per Ende Juli 2013 zu schliessen.Noch am selben Tag, nur wenige Stunden nach der Bekanntgabe des Schliessungsentscheides, begann ein Kampf, den wir uns selbst nicht vorgestellt  und die Verantwortlichen im Verwaltungsrat und der Spital Netz Bern AG wohl so auch nicht erwartet hatten.
Die erste Medienmitteilung von Verena Piguet löste mediale Aufmerksamkeit aus. Die Facebook-Seite Die Geburtshilfe Riggisberg darf nicht geschlossen werden liess eine Solidaritätswelle anrollen, die uns selbst überraschte und das Zusammenstehen innerhalb des Spitals war eine klare Kampfansage. Wir haben alles nur Menschenmögliche unternommen, um unsere Geburtshilfe zu retten.


 

Frankreich: Hebammen gehen auf die Strasse

Hebammen in Frankreich, die eine ausserklinische Geburt anbieten, können sich seit 2001 keine Versicherung mehr leisten. Von den Versicherern war ihnen eine Prämie von 22 000.- Euro pro Jahr vorgeschlagen worden  in der gleichen Höhe, wie sie der Versicherung der GynäkologInnen, die in Kreisssälen tätig sind, entspricht. Eine solche Versicherungssumme ist für eine Hebamme nicht erschwinglich und bedeutet das Aus für die ausserklinische Geburt. Einige Hebammen hatten daraufhin Geburten in Geburtshäusern oder zu Hause begleitet, ohne versichert zu sein.
Nun muss eine Hebamme, die ausserklinische Geburtshilfe ohne Versicherung anbietet, ausserdem mit einer Geldstrafe in Höhe von 45 000.- Euro rechnen - und mit dem Entzug ihrer Arbeitserlaubnis.

Dieses Prozedere bedeutet das Aus für die Hausgeburt in Frankreich und widerspricht dem Menschenrecht auf die freie Wahl des Geburtsortes. Dies sehen auch viele der Hebammen in Frankreich so, die seit vielen Jahren mit wenigen Interventionen und einem grossen Fach- und Erfahrungswissen Geburten ausserhalb der Klinik begleiten. Auch viele Frauen und Familien sind entsetzt und rufen zur Demonstration auf.
Quelle: Deutsche Hebammenzeitschrift 11/2013

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein


 

Verein Stärnechind

Der Verein Stärnechind stellt für früh- und fehlgeborene Kinder Kleidchen her und stellt den betroffenen Eltern eine Erinnerungsbox zur Verfügung. Mit der Erinnerungsbox möchte der Verein Stärnechind den Eltern die Zeit der Trauer ein wenig erleichtern. Die Eltern erhalten im Spital oder Geburtshaus eine Erinnerungsbox mit einer Mütze wie ihr Kind sie getragen hat, eine zweiteilige Herzkette aus Ton (ein Herz kann dem Kind auf seine letzte Reise mitgegeben werden) sowie einen Engel aus Federn. Zudem enthält die Box eine Erinnerungsurkunde sowie diverses Infomaterial von Vereinen, an die sich die trauernden Eltern wenden können.

Spitälern und Geburtshäusern stellt der Verein Stärnechind Kleidchen, Mützchen und Umschlagtücher kostenlos zur Verfügung, um den Eltern einen würdigen Abschied ihres verstobenen Kindes zu ermöglichen.
Alle Mitglieder arbeiten ehrenamtlich. Sämtliche Spenden fliessen zu 100 Prozent in das Projekt Stärnechind.

Mehr Infos: http://www.stärnechind.ch/

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein


 

Kein Raum für Sexismus

Die Eidgenössische Kommission für Frauenfragen EKF präsentiert die neue Nummer ihrer Fachzeitschrift. «Frauenfragen» 2013 untersucht, was Sexismus mit Rollenstereotypen und Machtverhältnissen zu tun hat.
Der alltägliche Sexismus gegenüber Frauen und Mädchen äussert sich auf vielerlei Arten: In aufdringlichen Blicken, in der Sprache, in anzüglichen oder herablassenden Bemerkungen und Gesten, in ungewollten körperlichen Berührungen, in sexistischen Werbeplakaten und in den Medien. Bis heute sind die Handlungsspielräume der Geschlechter im öffentlichen Raum unterschiedlich gross. Immer mehr Frauen wehren sich auf unkonventionelle Weise gegen diese Zumutungen.
Die aktuelle Ausgabe fragt, was Sexismus mit Rollenstereotypen und den Machtverhältnissen zwischen Frauen und Männern zu tun hat. Beleuchtet wird sowohl die Auswirkung von Stadtplanung auf die Geschlechterbilder als auch der Zusammenhang zwischen zunehmender gesellschaftlicher Sexualisierung und Sexismus. Geklärt wird, wie es mit dem (rechtlichen) Schutz vor Sexismus aussieht, und in den Interviews und Porträts zeigt sich, was Engagement gegen Sexismus alles beinhalten kann.

Bestelladresse
«Frauenfragen» 2013 kann auf der Website der EKF bestellt werden (Printausgabe) und ist auch als PDF verfügbar: www.ekf.admin.ch >> Dokumentation >> Zeitschrift Frauenfragen

Mehr Infos: http://www.ekf.admin.ch/dokumentation/00507/

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein


 

Petition mit 17'000 Unterschriften überreicht

Die Einführung von hebammengeleiteten Geburtshilfeangeboten in Schweizer Spitälern liegt nun in den Händen der Kantonsregierungen.
Die Sektionen des Schweizerischen Hebammenverbandes (SHV) haben eine entsprechende Petition dem Präsidenten der Sanitätsdirektorenkonferenz (GDK), Herrn Regierungsrat Carlo Conti, am Donnerstag, 21. November 2013 in Bern überreicht.

13 Sektionen des SHV aus allen Landesteilen unterstützen die Petition für die Einführung der hebammengeleiteten Geburtshilfe in Schweizer Spitälern. Diese hat das Ziel die normale physiologische Geburt zu fördern. In sechs Monaten wurden 17'002 Unterschriften zusammentragen.
24 verschiedene Organisationen und Parteien unterstützten sie bei ihrem Vorhaben. Die SHV-Sektion Bern startete die Petition anlässlich des Schweizerischen Hebammenkongresses vom 15./16. Mai 2013 in Thun unter dem Motto «Geburtshilfliche Versorgung neu gestalten: Das Potenzial von Hebammen nutzen».
Die Unterzeichnenden fordern Gesundheitsdirektionen und Spitalleitungen aller Kantone auf:

- Hebammengeleitete Geburtshilfeangebote in Spitälern einzuführen, welche sich an gesunde Frauen mit einem geringen Risiko für Komplikationen richtet, in der die fachliche Betreuung der Frauen und Familien sowie die organisatorische Leitung unter der Verantwortung von Hebammen liegen.

- Hebammengeleitete Geburtshilfeangebote in Spitälern einzuführen, mit der eine kontinuierliche und ganzheitliche Betreuung von Frauen während der Schwangerschaft, Geburt und Wochenbettzeit im stationären und im ambulanten Bereich ermöglicht wird.
Bern, November 2013

Mehr Infos: http://www.bernerhebamme.ch/petition

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein


 

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Am Montag, 25.11.2013, findet der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen statt. Dazu startet der cfd die alljährlichen 16 Tage, die mit dem Frauentag beginnen und mit dem Menschenrechtstag enden.
Gewalt zerstört Vertrauen und verbreitet Angst. Manche Gewalterlebnisse verletzen Menschen für ein ganzes Leben lang. Besonders Frauen erleben Gewalt vor allem dort, wo sie eigentlich ganz Anderes erwarten - in der Liebe und in der Sexualität. Denn Gewalt innerhalb von Partnerschaften und Beziehungen ist die am meisten verbreitete Form von Gewalt an Frauen. Weltweit erlebt mehr als jede dritte Frau in ihrem Leben häusliche oder sexuelle Gewalt.

Dieses Jahr steht die sexuelle Gewalt im Fokus der Kampagne.

Menschenrechtsorganisationen, Gewerkschaften, Frauenhäuser, Selbstverteidigungsvereine und Opferhilfestellen treten in diesen 16 Tagen gemeinsam an die Öffentlichkeit. Sie machen aufmerksam auf das tabuisierte Thema und zeigen auf, was dagegen unternommen wird.

Mehr zu den verschiedenen Aktionen erfahren Sie unter dem Link des Christlichen Friedensdienstes (cfd) mit Sitz in Bern.

Istanbul Konvention
Im September 2013 unterzeichnete die Schweiz das Übereinkommen des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, die sogenannte Istanbul Konvention. Mehr dazu finden Sie unter den Links des Eidgenössischen Departments für auswärtige Angelegenheiten (EDA).

Mehr Infos:
http://www.eda.admin.ch/eda/de/home/recent/dossie/frauen/battig.html
http://www.eda.admin.ch/eda/de/home/recent/dossie/frauen.html
http://www.cfd-ch.org/16tage/index.php

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein


 

Statistik der frei praktizierenden Hebammen 2012

Die Tätigkeiten der frei praktizierenden Hebammen in den Bereichen Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett werden in einer Statistik umfassend erhoben und die gesamtschweizerischen Daten werden in einem jährlichen Statistikbericht vorgestellt. Der Bericht 2012 und das Faktenblatt sind am 31.10.2013 erschienen.

Mehr Infos: http://www.hebamme.ch/de/heb/shv/stats.cfm

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein