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28.09.2015  Statistik des Schwangerschaftsabbruchs 2014
28.09.2015  Die beliebtesten Vornamen in der Schweiz
28.09.2015  4. Symposium der Schweizer Versorgungsforschung
28.09.2015  Standards zu Migration und Integration erweitert
28.09.2015  Forschungsprojekt: Innensicht von Migrationsfamilien
28.09.2015  Pilotprojekt «Gesundheitsversorgung und Migration»
28.09.2015  Gesundheit von Müttern und Kindern mit Migrationshintergrund
23.09.2015  Seminar zum Umgang mit Kindswohlgefährdung

 

Statistik des Schwangerschaftsabbruchs 2014

Seit Inkrafttreten der Fristenregelung im Jahr 2002 sind in der Schweiz jährlich rund 11’000 Schwangerschaftsabbrüche registriert worden. Seit 2011 ist die Zahl der Interventionen leicht zurückgegangen. Wo und wie werden diese Eingriffe durchgeführt? Wer sind die betroffenen Frauen und was sind ihre Beweggründe? Antworten auf diese Fragen liefert die neue Publikation «Statistik des Schwangerschaftsabbruchs 2014: Bestandesaufnahme der Schwangerschaftsabbrüche in der Schweiz» des Bundesamtes für Statistik.

Mehr Infos: Details

SHV/FSSF, Miryam Azer


 

Die beliebtesten Vornamen in der Schweiz

Seit 1987 wertet das Bundesamt für Statistik (BFS) im Rahmen der Analyse der natürlichen Bevölkerungsbewegung die Vornamen der in der Schweiz geborenen Kinder aus. Diese Vornamen werden jedes Jahr von den Zivilstandesämtern zusammen mit den Daten bezüglich der Lebendgeburten in ihren Kreisen an das BFS übermittelt. Im Jahr 2014 wurden in der Schweiz 85'287 Lebendgeburten gezählt; davon waren 41'437 Mädchen und 43'850 Knaben.
Nach Sprachregionen betrachtet war 2014 in der Deutschschweiz Mia der beliebteste weibliche Vorname vor Lara und Emma. Bei den Knaben nahm Noah vor Leon und Luca den ersten Platz ein. In der französischen Schweiz ist seit 2004 Emma die Nummer 1, im Jahr 2014 gefolgt von Eva und Léa. Bei den Knaben lag Gabriel an der Spitze, gefolgt von Liam und Lucas. In der italienischen Schweiz nahmen 2014 Leonardo, Gabriel und Liam sowie Giulia, Sofia und Emma die Spitzenpositionen ein. Im romanischen Sprachgebiet schwankt aufgrund der geringen Anzahl Geburten die Verteilung der Vornamen von einem Jahr zum anderen stark. 2014 lagen bei den Knaben Andrin und Nino an der Spitze, gefolgt von zehn Vornamen mit der gleichen Anzahl. Bei den Mädchen belegten Luana und Léonie die ersten zwei Plätze des Klassements.

SHV/FSSF, Miryam Azer


 

4. Symposium der Schweizer Versorgungsforschung

Am 9. November findet in Bern das 4. Symposium der Schweizer Versorgungsforschung mit dem Titel «Less is more» statt. Überversorgung wird zunehmend als Gefahr für die Nachhaltigkeit der Gesundheitsversorgung erkannt. Damit rücken Kriterien für eine angemessene Gesundheitsversorgung, die Analyse von Fehlanreizen und Interessenkonflikten sowie Massnahmen zur Steigerung der Qualität und Effizienz in den Blick. Das diesjährige Symposium der Schweizer Versorgungsforschung, organisiert von der Swiss School of Public Health und der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften, bietet eine willkommene Gelegenheit, diese und weitere höchst aktuelle Ansätze der Versorgungsforschung aus den verschiedenen Perspektiven der öffentlichen Gesundheit, der klinischen Disziplinen, der Ethik und der Ökonomie zu diskutieren.

Mehr Infos: Details und Anmeldung

SHV/FSSF, Miryam Azer


 

Standards zu Migration und Integration erweitert

Der Schweizerische Fachverband Mütter- und Väterberatung (SF MVB) will die Arbeit der Mütter- und Väterberaterinnen in der Begleitung von Familien mit Migrationshintergrund stärken. Damit sollen die Beraterinnen mehr Familien erreichen und diese zielgerichteter unterstützen können. Das lancierte Projekt «Erweiterung der Standards und Richtlinien zum Thema Migration und Integration» zielt daher auf eine verbesserte Bekanntmachung und Nutzung von bestehenden Informationsangeboten und -kanälen bei den Fachpersonen sowie Spezialistinnen und Spezialisten.
Basierend auf aktuellen Materialien und Empfehlungen für die Arbeit mit Migrationsfamilien erarbeitet der SF MVB zusammen mit Fachpersonen aus den Bereichen Mütter- und Väterberatung und Integration ein Modul «Integration und Migration», das direkt in der Mütter- und Väterberatung eingesetzt werden kann. Das Modul wird dabei in das bestehende Qualitätsmanagementsystem «Standards und Richtlinien in der Mütter- und Väterberatung» integriert. Damit erhält das Thema Integration einen festen Platz im Referenzsystem der Mütter- und Väterberatung. Das Projekt wird im Rahmen des Integrationsdialogs «Aufwachsen – gesund ins Leben starten» der Tripartiten Agglomerationskonferenz durch das Staatssekretariat für Migration finanziell unterstützt.

Mehr Infos: Details

SHV/FSSF, Miryam Azer


 

Forschungsprojekt: Innensicht von Migrationsfamilien

Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund sind hinsichtlich ihrer Bildungsentwicklung und sozialen Integration häufig benachteiligt. Zielgruppengerechte Angebote für Eltern sollen dieser Herausforderung begegnen. Die Pädagogische Hochschule Thurgau untersucht, welche Bedürfnisse die Familien haben und wie sie solche Angebote wahrnehmen, um daraus schliesslich Empfehlungen abzuleiten.
In der Diskussion um die Behebung der Benachteiligung von Kindern und Jugendlichen aus Familien mit Migrationshintergrund in Bezug auf ihre Bildungsentwicklung und soziale Integration werden die Ursachen kontrovers diskutiert. Insgesamt scheint jedoch nicht geklärt, welche Rolle die Eltern in diesem Zusammenhang einnehmen können und welchen Unterstützungsbedarf sie selbst sehen. Die empirische Basis bezüglich der Herausforderungen und Bedürfnisse aus Sicht von Familien mit Migrationshintergrund ist aktuell dürftig.
Diese Lücke soll mit dem von der Stiftung Mercator Schweiz geförderten, zweijährigen Forschungsprojekt geschlossen werden. Es werden Eltern und Experten mit Migrationshintergrund zu ihrer Sicht auf Herausforderungen und Unterstützungsbedarf in Bezug auf die soziale Integration und Bildungsentwicklung ihrer Kinder und Jugendlichen befragt.
Methodisch werden qualitative Interviews mit verschiedenen Migrantengruppen durchgeführt mit dem Ziel, Hinweise zu erhalten, welche Bedürfnisse Eltern in verschiedenen Entwicklungsphasen ihrer Kinder haben. Auf dieser Grundlage können für und in der Praxis Unterstützungsmöglichkeiten und -angebote darauf abgestimmt entwickelt und bereitgestellt werden. Ein weiteres Ziel ist die Sensibilisierung und differenzierte Vorbereitung von pädagogischen Fachpersonen in der Ausbildung für die Arbeit mit Familien mit Migrationshintergrund.

Mehr Infos: Details

SHV/FSSF, Miryam Azer


 

Pilotprojekt «Gesundheitsversorgung und Migration»

In den Jahren 2012 bis 2014 setzte die Stiftung Mintegra das Pilotprojekt «Gesundheitsversorgung und Migration» in der Region Sarganserland-Werdenberg um. Inhaltlich befasste es sich mit den Themenbereichen reproduktive Gesundheit und frühe Kindheit der Migrationsbevölkerung. Nun liegt der Schlussbericht mit Gesamtbeurteilung und Empfehlungen vor. Die Erkenntnisse sollen in einem praxisorientierten Leitfaden und in konkreten Angebote umgesetzt werden.
Durch das Pilotprojekt hat eine Sensibilisierung unter den Fachpersonen in der Region stattgefunden, und Informationen zum Thema konnten verbreitet werden. Bei der Organisation von konkreten Veranstaltungen hat sich gezeigt, wie wichtig persönliche Kontakte und tragfähige Netzwerke, interkulturelle Kompetenz und vor allem auch der Einbezug von interkulturellen Dolmetschenden ist, um die Migrationsbevölkerung anzusprechen. Das wichtigste Ergebnis war zudem der Aufbau eines Netzwerkes in diesem Themenbereich. Die Begleitgruppe des Projektes wird als Runder Tisch weitergeführt und somit der Austausch unter den Fachpersonen und mit den Schlüsselpersonen aufrechterhalten.

Mehr Infos: Details

SHV/FSSF, Miryam Azer


 

Gesundheit von Müttern und Kindern mit Migrationshintergrund

Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) wurde zusammen mit dem Büro für arbeits- und sozialpolitische Studien (BASS) beauftragt, die zielgruppengerechten Informationsangebote und -kanäle im Bereich frühe Kindheit, Gesundheit, Erziehung und frühe Förderung zu analysieren. Diese Analyse gründet auf verschiedenen Initiativen, die in der Schweiz auf unterschiedlichen Ebenen bereits eingeleitet wurden.
Die Resultate der Bestandesaufnahme zeigen, dass im Frühbereich eine relativ breite Palette von Informationsangeboten besteht. Während im Bereich Gesundheit eine Konzentration auf gedrucktes Material festzustellen ist, sind die Angebote, die im Bereich Erziehung und frühe Förderung bestehen, eher auf die interpersonale Kommunikation ausgerichtet. Je mehr Beratung und Begleitung in der Praxis geboten wird, desto stärker wird die Zugänglichkeit zu Informationsmaterial erleichtert.
Bei den Interventionen, die darauf abzielen, die besonders benachteiligten Personen zu erreichen, muss das Hauptziel darin bestehen, diese Personen möglichst früh zu erfassen, sie während einer gewissen Zeit spezifisch zu betreuen und sie dann in die allgemeinen Angebote zu integrieren, die sich an die breite Bevölkerung richten und in denen nicht nach sozialen Schichten oder Geschlecht unterschieden wird. In Bezug auf die Erreichung der Zielgruppe muss die zentrale Rolle betont werden, die den verschiedenen Akteuren und den institutionellen Strukturen zukommt (Kinderärzte, Hebammen, Familienplanungsstellen, Elternbildung, Krippen usw.).

Mehr Infos: Französischer Schlussbericht und deutsche Zusammenfassung

SHV/FSSF, Miryam Azer


 

Seminar zum Umgang mit Kindswohlgefährdung

Am 23. Oktober 2015 findet von 8.30 bis 16.30 in Winterthur das von Krisenintervention Schweiz organisierte Seminar Umgang mit Kindswohlgefährdung und traumatisierten Kindern statt. Ein Verdacht auf Kindswohlgefährdung stellt die Verantwortlichen vor schwierige Entscheidungen und führt oft zu einem hohen Handlungsdruck, der emotional aber auch organisatorisch herausfordernd sein kann. Seminarteilnehmer/innen gewinnen einen Überblick über rechtliche, verfahrenstechnische und psychologische Fragestellungen.
Im zweiten Teil gibt es Inputs zum Umgang mit traumatisierten Kindern. Traumapädagogik hat sich mittlerweile als Disziplin etabliert. Ein vertieftes Wissen hierzu kann im pädagogischen Berufsalltag wesentlich entlasten und ermöglicht neue Handlungsmöglichkeiten. Ausserdem wird ein Mitglied der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden ein Inputreferat halten und Fragen beantworten.

Mehr Infos: Details und Anmeldung

SHV/FSSF, Miryam Azer