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16.09.2013  1500 Schweizerinnen machten bereits den Praena-Test
16.09.2013  Nachdenken über neue Gentests in der Schwangerschaft
16.09.2013  Jede sechste Frau in Deutschland ohne Gebärmutter
16.09.2013  Comic zur Zahnpflege bei Kleinkindern
16.09.2013  Haftpflichtproblematik für Hebammen verschärft sich weiter
16.09.2013  Finanzen der Fachhochschulen (FH) 2012
16.09.2013  Bevölkerungsstand 2012  definitive Ergebnisse
16.09.2013  Zahlen zur medizinisch unterstützten Fortpflanzung 2012

 

1500 Schweizerinnen machten bereits den Praena-Test

Ein Jahr nach der Markteinführung des umstrittenen Praena-Tests für Schwangere zieht die Anbieterfirma Lifecodexx Zwischenbilanz. Gemäss ihrer Mitteilung liessen 6000 Frauen den Test durchführen. Knapp die Hälfte der untersuchten Blutproben wurde von deutschen Praxen und Kliniken zugesandt, etwa ein Viertel stammte aus der Schweiz, der Rest aus anderen europäischen Ländern. Rund 98 Prozent der Tests hatten ein unauffälliges Ergebnis. Der Praena-Test ist der erste nicht invasive Pränataldiagnostiktest in Europa. Damit lässt sich in einer mütterlichen Blutprobe bestimmen, ob ein Fötus unter den Trisomien 13, 18 oder 21 (Downsyndrom) leidet. Anfänglich war der Praena-Test ab der 11. Schwangerschaftswoche möglich, seit Juli 2013 bereits ab der 9.  also noch vor dem heute verbreiteten Erst-Trimester-Screening mit Ultraschall und Blutwerten.

Der Test ist allen Patientinnen zugänglich
Bereits Anfang Jahr zeigten Recherchen des Zürcher Tages-Anzeigers (18. Februar 2013), dass der Praena-Test an vielen Spitälern sämtlichen Patientinnen offensteht, wenn sie es nur wünschen. Neben psychologischen Gründen war in anderen Fällen auch ein Alter von über 35 Jahren sowie Auffälligkeiten im Erst-Trimester-Screening ausschlaggebend für den Test.
Bei einem positiven Testergebnis empfehlen Fachärzte, das Resultat mit einer Fruchtwasserpunktion oder einer Chorionzottenbiopsie zu bestätigen. Laut Lifecodexx sind aber nur 0,1 Prozent der positiven Praena-Test-Messungen falsch.
Quelle: Der Bund, Bern, 25. August 2013

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein


 

Nachdenken über neue Gentests in der Schwangerschaft

Der Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V. (AKF e.V.) mit Sitz in Berlin hat im Juli dieses Jahres eine Stellungnahme zum Preana-Test und andere Gentests veröffentlicht.
Der AKF e.V. ist ein Zusammenschluss engagierter Fachfrauen aus Theorie und Praxis, die in unterschiedlichen Berufsfeldern und in der Selbsthilfe zu Frauengesundheit tätig sind. Ziel des AKF e.V. ist die Förderung einer frauengerechten Gesundheitsversorgung und die Stärkung eines solidarischen Gesundheitssystems. Weibliche Lebensformen und Erfordernisse sollen in allen medizinischen und gesellschaftlichen Bereichen im Sinne des Gender Mainstreaming verankert werden.

praena_14_07_2013.pdf

Mehr Infos: http://www.akf-info.de/

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein


 

Jede sechste Frau in Deutschland ohne Gebärmutter

Etwa jede sechste Frau in Deutschland hat keine Gebärmutter mehr  das geht aus einer bundesweit ersten repräsentativen Erhebung zur Hysterektomie hervor.

Die Befragung war Teil der «Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland» (DEGS) des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin. Für den Survey beantworteten 3500 Frauen unter anderem Fragen zu gynäkologischen Problemen und Ereignissen, etwa zu chirurgischen Eingriffen, Zahl der Kinder sowie zu Beginn und Ende der Regelblutung.

Insgesamt gaben 17,5 Prozent der Frauen an, ohne Gebärmutter zu leben. Bei fast der Hälfte der Frauen fand die Gebärmutterentfernung in der fünften Lebensdekade statt, das Durchschnittsalter lag bei 44 Jahren. Deutschland belegt damit nach Angaben der Studienautoren vom RKI eine Position im Mittelfeld. In den USA wird bei einem Drittel der Frauen bis zum 60. Lebensjahr die Gebärmutter entfernt, in Grossbritannien bei etwa 20 Prozent bis zum 55. Jahr und in Dänemark ist die Gesamtprävalenz mit 10 Prozent vergleichsweise niedrig.

Nur bei 6,1 Prozent der Frauen in Deutschland war eine Krebserkrankung der Grund. Vermutet wird, dass sich die übrigen Frauen aufgrund gutartiger Erkrankungen wie Myome, Beckenbodensenkungen oder Blutungsstörungen für den Eingriff entschieden haben. Auch die Zahl der Kinder erwies sich als relevanter Faktor: Von den kinderlosen Frauen hatten im Alter von 60 bis 69 Jahren knapp 10 Prozent keine Gebärmutter mehr, dagegen lag der Anteil bei gleich alten Frauen mit Kindern bei einem Drittel. Als Gründe werden hier Traumata durch Geburten erwogen, sowie der geringere Bedarf, die Fruchtbarkeit zu erhalten. Das Alter bei der Menarche hatte keinen nennenswerten Einfluss auf die Hysterektomierate.
(Prütz, F. et al.: Prävalenz von Hysterektomien bei Frauen im Alter von 18 bis 79 Jahren. Ergebnisse der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland, DEGS1. Bundesgesundheitsblatt 2013/springermedizin.de, 3.6.2013; DHZ 7/2013)
Quelle: Deutsche Hebammenzeitschrift, Juni 2013

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein


 

Comic zur Zahnpflege bei Kleinkindern

Der Deutsche Hebammenverband (DHV) und die deutsche Bundeszahnärztekammer (BZÄK) haben im August dieses Jahres einen Comic veröffentlicht, der sich an junge Eltern richtet. Durch den sparsamen Gebrauch von Wörtern wird er auch von denen verstanden, die nicht gut oder nicht gerne lesen.

Frühkindliche Karies, oder auch Nuckelflaschenkaries, ist ein zunehmendes Problem. Zu viele Kleinkinder haben bereits stark zerstörte Zähne. Das betreffe zwar alle Gesellschaftsschichten, trete aber gehäuft bei sogenannten vulnerablen Familien auf, erklärten der DHV und die BZÄK, in ihrer gemeinsamen Medienmitteilung. Frühkindliche Karies lasse sich aber erfolgreich verhindern, wenn die werdenden Eltern von Hebammen und Gynäkologen/Gynäkologinnen aufgeklärt werden.

Mehr Informationen und der Comic zum herunterladen sind zu finden unter dem angegebenen Link.

Mehr Infos: http://www.bzaek.de/nc/presse/presseinformationen.html

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein


 

Haftpflichtproblematik für Hebammen verschärft sich weiter

Die Haftpflichtprämien für in der Geburtshilfe tätigen Hebammen in Deutschland erhöhen sich weiter dramatisch. Immer mehr Hebammen ziehen sich deshalb aus ihrem originären Arbeitsbereich zurück. Und das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht. Krankenkassen und die Politik müssen endlich handeln.

Zum 1. Juli 2013 ist die Prämie für die berufliche Haftpflichtversicherung der Mitglieder des Bundes freiberuflicher Hebammen Deutschlands (BfHD) 10 Prozent teurer geworden und beträgt nunmehr 4.480 Euro. Zum 01.07.2014 müssen auch die rund 18.000 Hebammen des Deutschen Hebammenverbandes (DHV) mit einer Steigerung im zweistelligen Prozentbereich rechnen.

Gleichzeitig hat die Vorarlberger Versicherung rund 400 freiberuflichen deutschen Hebammen ihre vergleichsweise günstigen Verträge gekündigt. Für sie und die Hebammen des BfHD entstehen so Mehrbedarfe von insgesamt über einer Million Euro. Betroffen sind davon schon jetzt rund ein Fünftel aller freiberuflichen geburtshilflich tätigen Hebammen. Auch wenn die Mehrbelastungen individuell verschieden sind, können die Hebammen diese keinesfalls tragen. Dasselbe gilt für die Kostensteigerungen, die den DHV-Hebammen drohen.
Quelle: Deutscher Hebammenverband (DHV), 5. September 2013

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein


 

Finanzen der Fachhochschulen (FH) 2012

Ab sofort stehen die Finanzkennzahlen des Jahres 2012 für die FH und die pädagogischen Hochschulen auf dem Statistikportal des Bundesamtes für Statistik (BFS) zur Verfügung.

Mehr Infos: http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/15/06/data/blank/04.html

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein


 

Bevölkerungsstand 2012  definitive Ergebnisse

Ende 2012 belief sich die ständige Wohnbevölkerung in der Schweiz auf 8'039'060 Einwohnerinnen und Einwohner, was einen Anstieg von 84'398 Personen im Vergleich zu 2011 entspricht. Dieses Bevölkerungswachstum von 1,1 Prozent ist mit demjenigen der Jahre 2007, 2009, 2010 und 2011 vergleichbar.

Mehr Infos: http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/01/01/new/nip_detail.html?gnpID=2013-176

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein


 

Zahlen zur medizinisch unterstützten Fortpflanzung 2012

Die provisorischen Daten des Bundesamtes für Statistik (BFS) sind eben erschienen. Sie finden sie unter dem aufgeführten Link.

Mehr Infos: http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/14/02/03/key/02.html

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein