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18.03.2016  Entscheid des Grossrates zum Gesuch des Geburtshauses Luna
18.03.2016  Erkenntnisse und Lehren aus dem „Fall Flaach“
10.03.2016  Kurs: Wenn Geburt und Tod zusammenfallen
25.02.2016  Kostenloser Zugang zur Cochrane Library
25.02.2016  Journalclub an der ZHAW
25.02.2016  Taschenstatistik und Magazin „ValeurS“ publiziert
25.02.2016  Fortpflanzungsmedizingesetz: Referendum zustande gekommen
25.02.2016  Bericht «Hebammengeleitete Geburtshilfe im Kanton Bern»

 

Entscheid des Grossrates zum Gesuch des Geburtshauses Luna

Der Vorstand der Sektion Bern ist hoch erfreut über die Willensäusserung des Grossrates vom 16. März, die Gesundheits- und Fürsorgedirektion zu beauftragen, das Gesuch des Geburtshauses Luna in Biel/Bienne um finanzielle Unterstützung vom Kanton Bern erneut zu prüfen. Ebenfalls nimmt er erfreut zur Kenntnis, dass Regierungsrat Philippe Perrenoud dem Grossrat versichert hat, das Gesuch wohlwollend zu prüfen.
Auch die Annahme und Abschreibung der Richtlinienmotion durch den Grossrat zuhanden des Regierungsrates, die Vorgaben und gesetzlichen Grundlagen anzupassen, damit Neugründungen oder Modernisierungsschritte von Geburtshäusern im Kanton Bern zeitgerecht mit Investitionsbeiträgen und/oder Darlehen, Bürgschaft unterstützt werden können, wertet der Vorstand der Sektion Bern als richtungsweisend für die Förderung von hebammengeleiteten Einrichtungen.
Solche Einrichtungen erzielen nachweislich gute Ergebnisse und unterstützen Frauen dabei, eine normale Geburt in einer familiären Atmosphäre zu erleben. Sie ermöglichen auch eine kontinuierliche 1:1-Betreuung der Frauen durch eine Hebamme.
Wir verstehen es als wichtiges gesundheitspolitische Signal
- gegenüber der Bevölkerung, die das Interesse zur Förderung der hebammengeleiteten Geburt in der im Jahr 2013 von der Sektion Bern lancierten Petition mit über 17‘000 Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern zum Ausdruck gebracht hat.
- gegenüber Frauen, um ihnen Wahlmöglichkeiten in den geburtshilflichen Angeboten im Kanton zu ermöglichen.
- gegenüber Hebammen, die sich für eine interventionsarme und frauenzentrierte Geburtshilfe einsetzen.
Es wichtig ist, wie wir geboren werden, deshalb ist die heutige Abstimmung des Grossrates ein Freudentag für alle Frauen und ihre Familien und Hebammen im Kanton Bern.

SHV/FSSF, Miryam Azer


 

Erkenntnisse und Lehren aus dem „Fall Flaach“

Das Centrum für Familienwissenschaften organisiert am 30. März von 19.15 bis 20.15 Uhr einen öffentlichen Abendvortrag zum „Fall Flaach“ im Pro Iure Auditorium der Juristischen Fakultät Universität Basel. Lic. iur. Kurt Affolter, Fürsprecher und Notar, spricht die Schwachstellen des Verfahrens und die daraus sowohl von den Zürcher Behörden und Aufsichtsbehörden gezogenen als auch den Ausbildungsstätten zu ziehenden Schlüsse an.
Am 7. August 2015 beging im Gefängnis Zürich eine Frau Suizid, die beschuldigt war, am 1. Januar 2015 in Flaach ihre beiden Kinder getötet zu haben. Politiker, Medien, Angehörige und Einzelpersonen erhoben bereits in Zusammenhang mit der Kindstötung schwere Vorwürfe gegen die involvierte Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (KESB) und stellten teils auch das neue Behördensystem in Frage. Die Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich ordnete eine externe Untersuchung an, die zum Schluss kam, dass die Arbeit der KESB in einer ersten Phase beispielhaft und in den späteren Phasen jedenfalls vertretbar war. Bei der Informationsbeschaffung, beim Einbezug der konkreten familiären Beziehungslage der beiden kleinen Kinder, der Gewährung des rechtlichen Gehörs und der Kommunikation mit den Betroffenen seien dagegen Schwächen im Verfahren festzustellen. Zwischen der Handlungsweise der KESB und der Tat der Mutter gebe es aber keinen ursächlichen Zusammenhang. Ein gerichtspsychiatrisches Gutachten gelangte ausserdem zum Schluss, wegen des verminderten Bezugs der Mutter zur Wirklichkeit habe das Eingreifen der KESB in das Familiensystem zwangsläufig zur Eskalation geführt, was aber für niemand voraussehbar gewesen sei.

SHV/FSSF, Miryam Azer


 

Kurs: Wenn Geburt und Tod zusammenfallen

Der vom Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner organisierte Kurs „Wenn Geburt und Tod zusammenfallen“ findet am 6. April von 9 bis 17 Uhr in Bern statt. Dozentin ist Franziska Maurer. Die Kosten belaufen sich für Mitglieder auf CHF 230.– und für Nichtmitglieder auf CHF 305.–. Anmeldungen sind willkommen!

Mehr Infos: Anmeldung

SHV/FSSF, Miryam Azer


 

Kostenloser Zugang zur Cochrane Library

Wenn für Entscheidungen in der medizinischen Versorgung die besten und aktuellsten Erkenntnisse aus der Wissenschaft berücksichtigt werden, spricht man von evidenzbasierter Medizin. Als verlässliche Grundlage dafür erstellt das Netzwerk Cochrane systematische Reviews, in denen aktuelle Forschungsergebnisse zusammengefasst werden.
Die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) engagiert sich seit Jahren, dass möglichst viele Ärzte und Gesundheitsfachleute Zugang zur Cochrane Library erhalten. Künftig können nicht nur alle Fachleute, sondern auch Laien profitieren: Die SAMW hat sich erfolgreich für eine Nationallizenz der Cochrane Library eingesetzt. Diese ermöglicht seit dem 1. Januar den kostenlosen Zugang zur Cochrane-Datenbank von jedem Schweizer Computer aus.

Mehr Infos:
Zugang zur Cochrane Library
Zugang zu Cochrane Kompakt, deutsche Zusammenfassungen von Reviews

SHV/FSSF, Miryam Azer


 

Journalclub an der ZHAW

Wie gelingt die Implementierung erwünschter Massnahmen in der Praxis? Unter der Leitung von Christine Loytved haben sich die Dozierenden am Institut für Hebammen an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) mit der Erarbeitung eines Scoping Reviews zu diesem Thema beschäftigt. Nun sollen Forschung und Praxis zusammengebracht werden, um sowohl den Arbeitsprozess aufzuzeigen als auch die Ergebnisse erstmals vorzustellen und einer kritischen Reflexion durch alle interessierten Hebammen aus der Praxis zu unterziehen. Der Journalclub findet am 23. Juni von 10 bis 11.30 Uhr statt am Departement Gesundheit der ZHAW, Hörsaal TN.EO.54, Technikumstrasse 71, Winterthur.

Mehr Infos: Anmeldung

SHV/FSSF, Miryam Azer


 

Taschenstatistik und Magazin „ValeurS“ publiziert

Das Bundesamt für Statistik (BFS) veröffentlicht erstmals eine Taschenstatistik zum Thema Gesundheit. Anhand von 51 Grafiken, 16 Tabellen und einer Karte bietet diese einen Überblick über die verfügbaren Statistikdaten zu den Gesundheitsdeterminanten, zum Gesundheitszustand der Bevölkerung, zum Gesundheitswesen sowie zu den Kosten und der Finanzierung des Gesundheitswesens. Sämtliche Daten zu den Grafiken sind in einem separaten Dossier verfügbar. Die Taschenstatistik erscheint jährlich.
Die Gesundheit ist sowohl für das Individuum wie auch die Gesellschaft von zentraler Bedeutung. Verlässliche Daten, welche die Gesundheit statistisch erfassen, ermöglichen es, den Überblick in diesem komplexen Gefüge zu behalten. Wie viel kostet unser Gesundheitswesen? Bewegt sich die Schweizer Bevölkerung ausreichend? Was ist die häufigste Todesursache? Die aktuelle Ausgabe von „ValeurS“ widmet sich diesen und weiteren Fragen rund um das Thema Gesundheit und stellt wichtige statistische Datenquellen vor.

Mehr Infos: Details

SHV/FSSF, Miryam Azer


 

Fortpflanzungsmedizingesetz: Referendum zustande gekommen

Das Referendum gegen die Änderung vom 12. Dezember 2014 des Bundesgesetzes über die medizinisch unterstützte Fortpflanzung (Fortpflanzungsmedizingesetz, FMedG) ist formell zustande gekommen. Von den 58‘634 Unterschriften, die bei der Bundeskanzlei eingereicht worden sind, sind 58‘112 gültig.
Das vorliegende Gesetzt regelt, in welchem Rahmen genetische Untersuchungen an Embryonen im Reagenzglas erfolgen dürfen. Ohne das Zustandekommen des Referendums wäre es automatisch in Kraft getreten. Nach Ansicht von 18 Organisationen, darunter die Sektion Bern des Schweizerischen Hebammenverbandes, geht dieses FMedG deutlich zu weit. Sie unterstützten deshalb das Referendum dagegen unter dem Motto «Vielfalt statt Selektion».

SHV/FSSF, Miryam Azer


 

Bericht «Hebammengeleitete Geburtshilfe im Kanton Bern»

Die Berner Grossrätin Natalie Imboden reichte am 14. Mai 2013 die Motion «Hebammengeleitete Geburtshilfe im Kanton Bern» (126.2013) ein. Diese wurde am 14. August 2013 vom Grossen Rat als Postulat übernommen. Im Wesentlichen wird die Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern mit dem Postulat Imboden aufgefordert, die Entwicklung und Umsetzung eines klinischen hebammengeleiteten Geburtshilfeangebots zu unterstützen. Die Anliegen und Fragestellungen des Postulats sollten mittels eines Expertinnen- und Expertenberichts beantwortet werden. Die Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern beauftragte die Berner Fachhochschule, Abteilung Geburtshilfe, am 30. April 2015 mit der Erstellung dieses Berichts.
Als methodisches Vorgehen wurde eine narrative Literaturanalyse gewählt. Zudem bilden acht Interviews mit Expertinnen und Experten – Ärzteschaft, Hebammen und Standesvertreter – die Grundlage dieses Berichts. Die Autorinnen kommen zum Schluss, dass das Modell der hebammengeleiteten Geburtshilfe ein zeitgemässes, effektives und sicheres Konzept ist und dass die Umsetzung eines solchen Modells auch im Kanton Bern Unterstützung finden sollte. Der Bericht wurde vom Regierungsrat am 9. Dezember 2015 zur Kenntnis genommen.

Mehr Infos: Grundlagenbericht «Hebammengeleitete Geburtshilfe im Kanton Bern»

SHV/FSSF, Miryam Azer