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19.11.2014  Gesundheitsberufegesetz - positive Vernehmlassung
19.11.2014  Interprofessionelle Bildung der Gesundheitsfachpersonen
19.11.2014  www.roadmap-gesundheitssystem.ch
03.11.2014  Paracetamol in der Schwangerschaft - Fachleute besorgt
31.10.2014  Ist weniger mehr? Grenzen der modernen Medizin
14.10.2014  Nach der Geburt im emotionalen Tief
14.10.2014  Ausschreibung des «Prix Isabelle Sauvin» 2015
12.10.2014  Stand Up for African Mothers - Petition lanciert

 

Gesundheitsberufegesetz - positive Vernehmlassung

Die Qualität in den an Fachhochschulen vermittelten Gesundheitsberufen soll gefördert werden. Dies will der Bundesrat unter anderem mit einem neuen Gesundheitsberufegesetz sicherstellen.
Ein entsprechender Gesetzesentwurf ist in der Vernehmlassung positiv aufgenommen worden. Der Bundesrat hat deshalb das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) sowie das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) beauftragt, bis im Herbst 2015 eine Gesetzesbotschaft auszuarbeiten.

Das neue Bundesgesetz über die Gesundheitsberufe (GesBG) formuliert gesamtschweizerisch einheitliche Anforderungen an die Ausbildungen in Pflege, Physiotherapie, Ergotherapie, Hebamme sowie Ernährung und Diätetik auf Bachelor-Stufe. Weiter regelt es die Ausübung der entsprechenden Berufe in eigener fachlicher Verantwortung.

Nach der Vernehmlassung hat der Bundesrat beschlossen, ein nationales Register für Gesundheitsberufe zu schaffen. Ziel ist, damit die Patientensicherheit zu erhöhen und die Berufsausübung nachverfolgen zu können. Geprüft werden soll, ob das Gesetz auch Master-Studiengänge und die entsprechende Berufsausübung zu regeln hat. Der Bachelor soll aber grundsätzlich der berufsbefähigende Abschluss bleiben. Unter Einbezug der Partner im Bildungs- und Gesundheitsbereich wird zudem geklärt, ob weitere Berufe der Fachhochschulstufe und der höheren Berufsbildung aufgenommen werden sollen.

Mehr Infos: http://www.bag.admin.ch/themen/berufe/index.html?lang=de

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein


 

Interprofessionelle Bildung der Gesundheitsfachpersonen

Nationale Konferenz «Interprofessionelle Bildung der Gesundheitsfachpersonen», 4. Dezember, Stade de Suisse, Bern
Die vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) organisierte Tagung hat zum Ziel, die interprofessionelle Lehre an den medizinischen Fakultäten und anderen Bildungsinstitutionen einzuführen und zu integrieren, eventuelle Hürden zu eruieren und somit eine geeignete Grundlage zu schaffen, um die Bildungsgänge verschiedener Gesundheitsberufe besser koordinieren und die interprofessionelle Zusammenarbeit in der Lehre verankern zu können.(

Diese Neuausrichtung der Lehre, die ihre Akzente auf Schnittstellen zwischen den Bildungsgängen verschiedener Gesundheitsberufe setzt, basiert auf den Arbeiten der Themengruppe «Interprofessionalität» der Plattform «Zukunft ärztliche Bildung». In der Charta «Zusammenarbeit der Fachleute im Gesundheitswesen», die Ende November 2014 veröffentlicht wird, kommt der interprofessionellen Aus-, Weiter- und Fortbildung ebenfalls ein hoher Stellenwert zu.

Mehr Infos: http://www.bag-meeting.ch

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein


 

www.roadmap-gesundheitssystem.ch

Die Akademien der Wissenschaften Schweiz lancieren die Website www.roadmap-gesundheitssystem.ch, welche die Fortschritte auf dem Weg zu einem nachhaltigen Gesundheitssystem für die Schweiz dokumentieren soll.
Im gleichnamigen Blog stellen die Akademien eine Plattform zur Verfügung, um die neusten Entwicklungen mit Expertinnen und Experten zu diskutieren.

Die Website richtet sich an Ärzte, Pflegepersonal, Spitäler, Versicherer, die Gesundheitsbehörden und weitere am Thema interessierte Personen. Mittels Medienspiegel und Berichterstattung aus den Fachgesellschaften beziehungsweise aus der Politik schafft sie einen Überblick zu den Entwicklungen und aktuellen Diskussionen rund um das schweizerische Gesundheitswesen.

Mehr Infos: http://www.roadmap-gesundheitssystem.ch

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein


 

Paracetamol in der Schwangerschaft - Fachleute besorgt

Paracetamol gehört zu den beliebtesten schmerzlindernden und fiebersenkenden Arzneimitteln. Zudem gilt die in so bekannten Präparaten wie Panadol oder Dafalgan enthaltene Wirksubstanz als besonders sicher, weshalb sie auch in der Schwangerschaft eingenommen werden darf. Ob Paracetamol für das ungeborene Kind jedoch tatsächlich so harmlos ist, darüber wird seit einigen Jahren gestritten. Nun wird auch in der Schweiz eine Verschärfung der Warnhinweise in der Packungsbeilage gefordert.

Warnhinweise verschärfen
Wie die «Schweiz am Sonntag» in ihrer jüngsten Ausgabe schreibt, schlägt Gert Printzen von der Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte (FMH) vor, dass Schwangeren und stillenden Frauen abgeraten wird, ein Paracetamol-haltiges Medikament länger als eine Woche einzunehmen. Aber auch die Ärzte seien in der Pflicht und müssten beim Verschreiben von Paracetamol an Schwangere vorsichtiger sein. Die FMH werde die Ärzteschaft entsprechend aufklären. Laut «Schweiz am Sonntag» wird die Schweizerische Zulassungsbehörde Swissmedic überprüfen, ob der bestehende Warnhinweis angepasst werden muss.

Neuere Studienresultate
Die Bedenken gegenüber Paracetamol basieren auf neueren Untersuchungen, welche die Wirksubstanz mit dem Auftreten von Störungen wie dem «Zappelphilipp»-Syndrom (ADHS) in Zusammenhang bringen. So hat eine im April veröffentlichte Studie mit über 64 000 dänischen Müttern und ihren Kindern ergeben, dass sich bei Kindern, die im Mutterleib Paracetamol ausgesetzt waren, das ADHS-Risiko um 37 Prozent erhöhte. Ein Jahr zuvor war eine Studie in Norwegen mit über 48 000 Kindern zu ähnlichen Ergebnissen gelangt. Neben Hyperaktivität stellten die Forscher bei den Kindern auch motorische Probleme und ein gestörtes Kommunikationsverhalten fest. Auch wenn damit noch nicht bewiesen ist, dass Paracetamol die Schäden verursacht hat, sind einige Fachleute doch besorgt. (ni)
Quelle: Neue Zürcher Zeitung, Montag, 3. November 2014

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein


 

Ist weniger mehr? Grenzen der modernen Medizin

Fünf Veranstaltungen des Forums für Universität und Gesellschaft der Universität Bern im Winter 2014/2015
Die Medizin hat in den letzten Jahrzehnten enorme Fortschritte gemacht. Das molekulare Verständnis des gesunden und kranken menschlichen Körpers, die Nutzung dieser Kenntnisse zur Entwicklung von hochwirksamen Medikamenten, die Entschlüsselung des Erbgutes sowie technologische Fortschritte in Bildgebung und Chirurgie bieten neue Ansätze, um Krankheiten vorzubeugen, zu heilen oder zumindest die Lebensqualität markant zu verbessern.

Bei aller Genugtuung und Faszination für die modernen medizinischen Fortschritte werden die Stimmen immer lauter, welche danach fragen, wie diese Entwicklung weiter gehen soll. Stetig steigende Gesundheitskosten, zunehmende Komplexität und Spezialisierung der Medizin oder die Alterung der Bevölkerung stellen Öffentlichkeit und Wissenschaft vor schwierige Herausforderungen. Was kann die High-Tech-Medizin leisten und zu welchem Preis? Wie ist menschliches Leben in der modernen Medizin zu bewerten? Wann wird ein Mehr an Medizin zu viel, wo ist weniger mehr?

Die 5-teilige Veranstaltungsreihe leuchtet mit interdisziplinären Referaten und Diskussionen Möglichkeiten und Grenzen der komplexen modernen Medizin aus und fragt nach der Ausgestaltung einer nachhaltigen medizinischen Versorgung.

Eintritt frei, Teilnehmerzahl jedoch begrenzt. Ameldung obligatorisch unter dem angegebenen Link.

ProgrammIstwenigermehr-GrenzendermodernenMedizin.pdf

Mehr Infos:
http://http://www.forum.unibe.ch/
http://www.forum.unibe.ch/de/pro_Medizin.htm

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein


 

Nach der Geburt im emotionalen Tief

Mit einer Studie hat die Hochschule Luzern - Soziale Arbeit untersucht, wie Mütter in der Schweiz die Betreuung nach der Geburt bewerten.
Die Resultate zeigen, dass die medizinische Versorgung sehr gut ist. Mehr Unterstützung ist bei der emotionalen Verarbeitung der Entbindung gefragt. Im vergangenen Jahr kamen in der Schweiz gemäss Bundesamt für Statistik (BFS) 82'731 Babys zur Welt - 42'595 Buben und 40'136 Mädchen. Eine Geburt ist für die meisten Eltern ein sehr bewegendes und emotionales Ereignis. «In den Tagen nach der Entbindung ist deshalb die Unterstützung von Mutter, Vater und Kind sehr wichtig», sagt Claudia Meier Magistretti vom Kompetenzzentrum Prävention und Gesundheit am Departement Soziale Arbeit der Hochschule Luzern. Aus diesem Grund wollten sie und ihr Team wissen, wie die Qualität der postnatalen Betreuung bewertet wird. Die vorliegende Untersuchung stellt dabei nicht die Meinung von Fachpersonen der Gesundheitsversorgung, sondern jene der Frauen selber ins Zentrum.

Hausgeburt und Geburtshäuser: Zufriedene Mütter
Für die Studie «Qualität und Lücken der nachgeburtlichen Betreuung» wurden 1'055 Frauen aus der Deutschschweiz online befragt, die zwischen November 2011 und November 2012 ein Kind geboren haben, 65 Prozent davon zum ersten Mal. 94 Prozent der Mütter gebaren im Spital, wovon rund ein Fünftel von einer Beleghebamme (persönliche Hebamme, die die Eltern bereits während der Schwangerschaft begleitet) betreut wurde. Drei Prozent der Frauen brachten ihr Kind zu Hause zu Welt, ebenso viele entbanden in einem Geburtshaus.

Das Resultat der Studie zeigt, dass die medizinische Versorgung nach einer Geburt top ist. 94 Prozent der befragten Frauen verleihen ihr das Prädikat «gut» bis «sehr gut». Fast ebenso viele sind der Meinung, alle oder zumindest die meisten nötigen Informationen zur eigenen Gesundheit und zu der des Babys erhalten zu haben.

Die besten Noten verteilen dabei jeweils Frauen, die zu Hause oder in einem Geburtshaus geboren haben. Dass deren Urteil teilweise deutlich besser ausfällt, zeigt sich vor allem in Bezug auf die emotionale Betreuung: Ihre Zufriedenheit ist wesentlich höher als jene der Mütter, die ihr Kind im Spital zur Welt brachten. «Der Prozess in einem Spital ist oft technisch und medizinisch. Offenbar wird dabei der Bedarf an emotionaler Unterstützung unterschätzt», vermutet Meier Magistretti.

Mehr Infos: http://www.hslu.ch/sozialearbeit/s-oeffentlichkeit-medien/s-medienmitteilungen.htm

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein


 

Ausschreibung des «Prix Isabelle Sauvin» 2015

Zum Gedenken an die im Dezember 1999 verstorbene frei praktizierende Genfer Hebamme Isabelle Sauvin vergibt der SHV 2015 zum fünften Mal den «Prix Isabelle Sauvin» für SHV-Qualitätszirkelarbeiten und Guidelines. Isabelle Sauvin hat sich für den SHV und die Anliegen der frei praktizierenden Hebammen (fpH) ausserordentlich eingesetzt. Die Preise in der Höhe von je CHF 1500.- werden an der SHV-Delegiertenversammlung am 20. Mai in Basel verliehen.

Informationen und Teilnahmebedingungen sind auf unserer Website in der Rubrik «Bereich für Mitglieder» unter fpH Qualität zu finden.

Bitte senden Sie Ihre Arbeit bis zum 31. Januar 2015 in drei Exemplaren an:
Schweizerischer Hebammenverband
Ella Benninger
Qualitätsbeauftragte fpH
Rosenweg 25C
3000 Bern 23

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: e.benninger@hebamme.ch
Der SHV freut sich auf viele interessante Arbeiten.

Mehr Infos: http://www.hebamme.ch/de/heb/cug/login.cfm

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein


 

Stand Up for African Mothers - Petition lanciert

Amref Health Africa ist eine afrikanische Nichtregierungsorganisation, die sich für eine bessere Gesundheitsvorsorge in Afrika einsetzt.
Eine wichtige Rolle spielt dabei die Ausbildung von Gesundheitspersonal vor Ort. Mit der Kampagne «Stand Up for African Mother» setzen wir hierbei einen Schwerpunkt auf die Ausbildung von Hebammen. Um die Müttersterblichkeit (derzeit 162'000 Frauen pro Jahr) in Afrika südlich der Sahara signifikant zu senken, wollen wir 15'000 Hebammen ausbilden.

Gerade in Afrika, wo Krankenhäuser ein Luxus der Städte sind, leisten sie eine überlebenswichtige Arbeit in den Gesundheitsstationen auf dem Land. Hebammen sind, wie überall auf der Welt, der Schlüssel zu gesunder Mutterschaft.

Mehr Infos: http://www.amrefgermany.de

SHV/FSSF, Wolfgang Wettstein