Die Stilldauer orientiert sich an der Länge des Mutterschaftsurlaubs

In einem neuen Policy Brief der Eidgenössischen Kommission für Familienfragen EKFF befassen sich zwei Autorinnen mit den optimalen Voraussetzungen zur Förderung des Stillens und den Vorteilen, die die Gesellschaft, nicht nur Mutter und Kind, daraus ziehen können. Aufgrund der hierzulande im Ländervergleich kurzen Stilldauer machen sie Empfehlungen für die Schweiz.

Viele Mütter und medizinische Fachkräfte sind sich der Vorteile des Stillens auf verschiedenen Ebenen bewusst. Doch im Alltag kommt es nicht selten vor, dass das Stillen aufgrund familienexterner Faktoren nicht oder (zu) schnell nicht mehr möglich ist. Dies ist insbesondere der Fall, wenn eine Mutter, die ihre Erwerbstätigkeit wieder aufnimmt, von ihrem Arbeitgeber nicht unterstützt wird, oder wenn es finanziell nicht tragbar ist, die für das Stillen erforderlichen Stunden auf Kosten einer anderen Tätigkeit aufzuwenden.

Die am Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut tätigen Autorinnen Sonja Merten, Mitglied der EKFF, und Jordyn Wallenborn sind überzeugt, dass die Vorteile des Stillens über die Familie hinausgehen. In dem von ihnen verfassten Policy Brief formulieren sie verschiedene Empfehlungen. So soll insbesondere das Stillen am Arbeitsplatz und in der Öffentlichkeit verbessert werden; zudem soll eine nationale Kommunikationsstrategie Eltern, Arbeitgeber und die Gesellschaft über das Stillen informieren und die Akzeptanz des Stillens erhöhen. Damit es möglich ist, die Empfehlungen für ausschliessliches Stillen umzusetzen, empfehlen die Autorinnen die Einführung einer mehrmonatigen Elternzeit inklusive Verlängerung des Mutterschaftsurlaubs.

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Erstes Geburtshaus im Zürcher Unterland offiziell eröffnet

Das Geburtshaus Spital Bülach nimmt am 4. März 2024 seinen Betrieb auf.  Es bietet werdenden Eltern eine Alternative zur Spitalgeburt – in familiärer Atmosphäre ausserhalb des Spitalbetriebs.

Die Nachfrage nach hebammengeleiteten Geburten hat den letzten Jahren stark zugenommen. Mit dem neuen Geburtshaus kommt das Spital Bülach dem Bedürfnis vieler werdender Eltern nach, eine natürliche Geburt unter Hebammenleitung ausserhalb der Spitalinfrastruktur zu erleben. Dank der Lage auf dem Spital-Campus steht bei medizinischer Notwendigkeit die gesamte Infrastruktur der spitalinternen Geburtshilfe inklusive Neonatologie direkt zur Verfügung.

Weitere Informationen zum Geburtshaus

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Weltstillwoche 2024: 14. – 21. September

«Closing the gap: breastfeeding support for all!»

 

Der Slogan für die Schweiz auf Deutsch, Französisch und Italienisch folgt.

 

Die Daten für die Fachtagungen stehen, zum Notieren in die Agenda:

  1. September in Zürich
  2. September in Lugano
  3. September in Lausanne
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Freie Plätze im Lehrgang 2024/25 «Professionell begleiten beim frühen Tod eines Kindes»

Im e-log-zertifizierten Lehrgang der Fachstelle kindsverlust erhalten Hebammen die Gelegenheit, ihre Fähigkeiten zur gesundheitsorientierten Familienbegleitung und damit ihr Fachwissen zu erweitern.

Dieser Lehrgang mit Zertifikatsabschluss ist speziell konzipiert für Hebammen, Ärzt*innen und Pflegefachpersonen aus Gynäkologie, Geburtshilfe und Neonatologie sowie Seelsorger*innen, Therapeut*innen sowie Mütter- und Väterberater*innen. Es werden fundiertes Fachwissen und praktische Ansätze vermittelt, um Familien in Krisen- und Verlustsituationen während der Schwangerschaft, Geburt und darüber hinaus zu begleiten. Fähigkeiten können vertieft werden, zudem können sich die Teilnehmenden mit anderen Fachpersonen austauschen.

Die 16 Kurstage widmen sich essenziellen Fragen:

  • Was ist zu tun, wenn ein Kind am Anfang seines Lebens stirbt?
  • Was ermöglicht den betroffenen Eltern, mit dieser existentiellen Erfahrung weiterzuleben?
  • Woran orientieren sich die Fachpersonen in der Begleitung von Familien, deren Kind in der Perinatalzeit stirbt? Und wie geht es ihnen persönlich dabei?

Weitere Informationen und Anmeldung auf der Webseite von kindsverlust.

Für Fragen: fachstelle@kindsverlust.ch oder telefonisch unter +41 333 33 60. 

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