Verbandsnews

Internationaler Hebammentag 2024

Der Internationale Hebammenverband (ICM) lanciert den diesjährigen Internationalen Tag der Hebamme (IDM) am 5. Mai 2024 unter dem Motto: 

«Midwives: A Vital Climate Solution.»

Hebammen sind weltweit bei ihrer Arbeit mit der Tatsache konfrontiert, dass Frauen und Kinder besonders häufig von den Folgen von Umweltverschmutzung und Klimaveränderung betroffen sind. Hebammen können und sollen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Jedoch entspricht es in der Schweiz nicht der Realität, dass Hebammen zum Schutz des Klimas eine Schlüsselrolle einnehmen. Deshalb hat der Zentralvorstand des Schweizerischen Hebammenverbandes entschieden, den Slogan wie folgt zu adaptieren:

  • Klimaschutz betrifft uns alle – von Anfang an
  • La protection du climat nous concerne tou·te·s – dès le début
  • La protezione del clima concerne tutti noi – sin dall’inizio

Einige Beispiele, wie und wo Hebammen in der Schweiz einen Beitrag zum Klimaschutz leisten:

  • Hebammen setzen sich für eine interventionsarme Geburtshilfe ein, was ressourcenschonend und nachhaltig ist.
  • Hebammen bieten sichere und umweltfreundliche Gesundheitsleistungen an. Eine kontinuierliche Hebammenbetreuung ist förderlich für ein gutes Erleben von Schwangerschaft, Geburt und Wochenbettzeit, stärkt die physische und psychische Gesundheit der Mutter und schützt die Unversehrtheit von Mutter und Kind kurz-, mittel- und langfristig.
  • Gesundheitsbetriebe sind in der Schweiz für rund 5 % der Treibhausemissionen zuständig. Gesündere Menschen sind auf weniger medizinische Behandlungen in Gesundheitsbetrieben angewiesen. Gesundheitsförderung hilft das Klima zu schützen.
  • Hebammen fördern das Stillen und unterstützen Stillende. Stillen schützt nachhaltig die menschliche Gesundheit und die Ressourcen unseres Planeten, denn die Produktion, die Verpackung und der Versand von Formulamilch führt zu Umweltemissionen.
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«Choosing Wisely» Pädiatrie: Keine Röntgenbilder bei Kindern mit Bronchiolitis

Die Arbeitsgruppe «Choosing Wisely» von Pädiatrie Schweiz veröffentlicht eine zweite Top-5-Liste mit Empfehlungen zu unnötigen pädiatrischen Untersuchungen, wobei der Schwerpunkt auf dem diagnostischen Bereich liegt, insbesondere Blutuntersuchungen, Röntgenaufnahmen und anderen diagnostischen Test. Wie bei der ersten Liste im Jahr 2021 wird diese Veröffentlichung in Zusammenarbeit mit der gemeinnützigen Organisation «Smarter Medicine» durchgeführt. Zu den neuesten Empfehlungen gehört unter anderem, keine routinenmässige Röntgenaufnahmen des Burstkorbes bei Kindern mit Bronchiolitis durchzuführen.  

 

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Neue Folge «Herztöne»: Wenn das Kind eine seltene Krankheit hat

Nele Strübing ist Hebammenexpertin im Bereich Fetalchirurgie am Universitätsspital Zürich. Sie betreut Paare, die ein Kind mit einer seltenen Krankheit erwarten, und koordiniert entsprechende Operationen. In der 45. Folge von «Herztöne» wird Nele Strübing vor und während eines Eingriffs bei einer Schwangeren begleitet, deren ungeborenes Kind im Mutterleib wegen Spina Bifida (offenem Rücken) operiert wird. Die Operation am Fetus erfolgt durch die Bauchdecke der Schwangeren und einen kleinen Schnitt in der Gebärmutter.

Zur Folge: «Wenn das Kind eine seltene Krankheit hat» 

 

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Schweizerischer Hebammenkongress 2024 – Jetzt anmelden

Am 16. Und 17. Mai findet der Schweizerische Hebammenkongress im Trafo Baden zum Thema «Klartext reden» statt mit Referaten und Workshops zu folgenden Themen: Frauengesundheit, Gewalt an Frauen, Tabus rund um die Geburt, Mutterschaft im Ausnahmezustand, herausfordernde Stillsituationen sowie «We are family». Ab sofort kann man sich anmelden. Der Schweizerische Hebammenverband freut sich über zahlreiche Teilnehmer*innen.

Am 16. Und 17. Mai findet der Schweizerische Hebammenkongress im Trafo Baden zum Thema «Klartext reden» statt mit Referaten und Workshops zu folgenden Themen: Frauengesundheit, Gewalt an Frauen, Tabus rund um die Geburt, Mutterschaft im Ausnahmezustand, herausfordernde Stillsituationen sowie «We are family». Ab sofort kann man sich anmelden. Der Schweizerische Hebammenverband freut sich über zahlreiche Teilnehmer*innen.

  Jetzt anmelden zum Schweizerischen Hebammenkongress 2024

  Weitere Informationen zum Kongress 

 

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Swissmedic lässt Beyfortus zur RSV-Prophylaxe für Neugeborene, Säuglinge und Kleinkinder zu

Medienmitteilung von swissmedic vom 28.12.2023

Swissmedic hat nach sorgfältiger Prüfung das Arzneimittel Beyfortus der Zulassungsinhaberin Sanofi-Aventis (Suisse) SA zugelassen. Beyfortus wird angewendet zur Prophylaxe von Erkrankungen der unteren Atemwege, die durch das respiratorische Synzytial-Virus (RSV) verursacht werden.

Das RSV ist ein Atemwegsvirus, das in der Regel leichte Symptome – ähnlich einer Erkältung – verursacht. Bei Neugeborenen, Säuglingen und Kleinkindern kann das Virus jedoch Erkrankungen auslösen, die zu einer Lungenentzündung oder Bronchiolitis (Entzündung der kleinen Atemwege in der Lunge) führen können. Beyfortus (mit dem monoklonalen Antikörper Nirsevimab) wird intramuskulär als einmalige Injektion verabreicht.

Medienmitteilung swissmedic

Medical Tribune: Nirsevimab schützt Säuglinge vor RSV-Infektion (incl. Informationen zu den Studien)

SRF: Grünes Licht für neues Medikament gegen Atemwegserkrankung

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Europäische Arzneimittelbehöre: Rät von Fencheltee für Schwangere, Säuglinge und Kinder unter 4 Jahren ab

Die Europäische Arzneimittelbehöre (EMA) hat bereits im Mai 2023 in einem öffentlichen Statement vor dem krebserregenden Inhaltsstoff „Estragol“ in medizinischen Kräuterprodukten gewarnt, explizit sind auch Schwangere und Kinder unter 4 Jahren erwähnt, welche keine Produkte mit Estragol zu sich nehmen sollten!

Die deutsche Monatszeitschrift Pädiatrie aktuell hat in einem Kurzartikel die Studienergebnisse der EMA zusammengefasst, kommentiert und als open-access-Artikel zur Verfügung gestellt, hier der Link zum Artikel «Fencheltee für Kinder?»

Aktuell findet man auch einen Artikel des Schweizerischen Fachmagazines Medical Tribune zu diesem Thema. 

Hier der Link zum Artikel «Fencheltee: Nichts für Säuglinge und Kleinkinder!»

Auszug aus dem öffentlichen Statement im Original (Englisch):

Pregnant and breast-feeding women

The usage of estragole containing HMPs in pregnant and breast-feeding women is not recommended if
the daily intake of estragole exceeds the guidance value of 0.05 mg/person per day, unless otherwise
justified by a risk assessment based on adequate safety data.
If this limit is complied with, section 4.6 of the SmPC of the products concerned should be phrased
according to the ‘Guideline on risk assessment of medicinal products on human reproduction and
lactation: from data to labelling’ (EMEA/CHMP/203927/2005).

Sensitive groups: Children

The usage of estragole containing HMPs in children up to 11 years is not recommended if the daily
intake of estragole exceeds the guidance value of 1.0 µg/kg bw, unless otherwise justified by a risk
assessment based on adequate safety data.

Zusammenfassung der Studie (Quelle: Pädiatrie aktuell, 2023)
Bei dieser Veröffentlichung handelt es sich um eine wissenschaftliche Richtlinie vom Mai 2023 des HMPC-Komitees der EMA. In dieser Aufarbeitung der EMA zu den Daten, die speziell zu Estragol zur Verfügung stehen, wurde anhand von Tierversuchen mit sehr hohen Dosen von Estragol eine Hepatokanzerogenität in zahlreichen Studien nachgewiesen. Dies ist insofern trotz dieser ungewöhnlich hohen Dosen von Bedeutung, als der tatsächliche Gehalt von Estragol in Fencheltees außerordentlich stark schwanken kann. In einer hervorragenden österreichischen Übersichtsarbeit von Mihats et al. [2] wurde ein teilweise außerordentlich hoher Gehalt von Estragol in Fencheltees nachgewiesen. Der Gehalt von Estragol lag in den untersuchten Tees in einem weiten Bereich zwischen 78,0 µg/l und 4633,5 µg/l. Bei Säuglingen schwankte die verabreichte Tagesdosis dementsprechend stark zwischen 0,008 µg/kgKG und Tag und 20,78 µg/kgKG und Tag.

Bedenkt man zusätzlich, dass Fenchel auch in einzelnen Babynahrungsmitteln in Breiform enthalten ist, so muss die tatsächlich erreichte bzw. erreichbare Tagesdosis ungewiss bleiben und kann möglicherweise dem hepatotoxischen Bereich durchaus nahekommen. Das erklärt die zurückhaltende Position der EMA angesichts der fehlenden Daten zur Sicherheit von estragolhaltigen Produkten bei Säuglingen.

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Weiterbildungen SHV: freie Plätze!

9a Väter erreichen und einbeziehen

Mo, 11. März 2024, 9.30–17.00 Uhr, Olten

Markus Theunert ist Leiter des Dachverbands progressiver Schweizer Männer- und Väterorganisationen (www.maenner.ch) und des nationalen Programms MenCare Schweiz.

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37 Kurse für (werdende) Väter: Knowhow aus der Väterarbeit und -bildung

Mo, 18. März 2024, 9.30–13.00 Uhr, Olten

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38 Versorgung einfacher Damm­verletzungen post partum

Di, 19. März 2024, 9.30–17.00 Uhr, Olten

Dr. med. Susanne Fasler, Leitende Ärztin, Kantonsspital Aarau

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7a start4neo – Geburten im ausserklinischen Setting

Mo, 8. April 2024, 13.00–17.00 Uhr, Olten

Med. prakt. Jehudith Fontijn, Oberärztin Neonatologie Universitätsspital Zürich und Prof. Dr. med. Romaine Arlettaz Mieth, Neonatologin

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Konferenz der Leitenden Hebammen, Pflegefachpersonen und Hebammenexpertinnen

Am 16.November 2023 fand in Olten die Konferenz Leitende Hebammen, Pflegefachpersonen, Hebammenexpertinnen-/experten statt. Der Zentralvorstand und das Team der Geschäftsstelle durften 64 Personen vor Ort willkommen heissen.
Folgende Schwerpunkte wurden vorgestellt und diskutiert:

• Fachkräftemangel im Gesundheitswesen – was Führungskräfte konkret dagegen tun können
• Faire Pikett- und Überzeitentschädigung für Spitalhebammen –Schluss mit 1.75 CHF pro Stunde
• Personalplanung – Herausforderungen und Lösungsansätze
• Die kontinuierliche Betreuung von Frau und Kind im Kantonsspital Bellinzona/TI 

Herzlichen Dank an alle Redner*innen für diese spannenden Inputreferate!

Zu den Präsentationen

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CIRRNET-Meldemonat 2024 «Jede CIRS-Meldung zählt» – vom 1. – 31. März 2024

Gemeinsam mit der Stiftung Patientensicherheit Schweiz bitten wir Sie, vom 1. – 31. März 2024 alle Ereignisse zum Thema «Failure to rescue» im CIRS zu melden!

Gemeint sind damit Ereignisse, bei denen es zu Versäumnissen, Verzögerungen oder fehlende Kompetenzen beim Erkennen und Reagieren auf Komplikationen eines Krankheitsprozesses oder aufgrund eines medizinischen Eingriffs kam.

Beispiele möglicher Situationen:

Beispiel 1: «Relevante Verschlechterungen des Gesundheitszustands werden nicht, bzw. zu spät als Gefährdung wahrgenommen, obwohl Anzeichen hierfür erkennbar gewesen wären.»

Beispiel 2: «Informationen über die Verschlechterung des Gesundheitszustands können nicht, bzw. nur verzögert an die zuständigen Personen weitergeleitet werden.»

Beispiel 3: «Informationen über die Verschlechterung des Gesundheitszustands werden nicht ausreichend beachtet oder ignoriert.»

Beispiel 4: «Die Behandlung einer Komplikation/Zustandsverschlechterung kann nicht zeitgerecht erfolgen, da die hierfür zuständigen Personen anderweitig eingebunden sind.»

Beispiel 5: «Der Einsatz von Notfallteams verzögert sich.»

Beispiel 6: «Für die Behandlung von Komplikationen nach einer spezialisierten Intervention stehen die erforderlichen Spezialist:innen nicht, bzw. nicht zeitgerecht zur Verfügung.»

Beispiel 7: «Dringend benötigte Notfallmaterialien stehen nicht zur Verfügung oder sind nicht funktionsbereit.»

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Einzahlung in den Tariffond: Danksagung

Gerne möchte sich der Zentralvorstand und das Team der Geschäftsstelle bei allen Einzelmitgliedern, Praxen und Sektionen bedanken, welche in den Jahren 2022 und 2023 in den verbandseigenen Tariffond (Fond Tarifverhandlungen) einbezahlt haben: Einfach nur grossartig – ein herzliches Dankeschön an Euch alle!!!!!!

Ab 1.1.2023

Sektion Genf

 

500

Sektion Beide Basel

 

400

Sektion Aargau-Solothurn

 

1000

Einzelmitglied Sektion Zentralschweiz

 

1000

Ab 1.1.2022

Sektion Schwyz

 

500

Sektion Tessin

 

1000

Sektion Ostschweiz

 

3107.25

Sektion NE-JU

 

360

Sektion FR

 

525

Sektion Zentralschweiz

 

2000

Einzelmitglied Sektion Schwyz

 

1000

Sektion Glarus

 

500

Sektion Bern

 

2000

Sektion Beide Basel

 

1000

 

 

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