Montag, 16. Juni 2025, 9.30-17.00 Uhr im Walkerhaus Bern
Wie begegne ich als Hebamme Eltern, deren Kind früh stirbt? Wie finde ich Worte, wenn das Unabänderliche eingetroffen ist? Wie kann ich als Hebamme in krisenhaften Situationen Hilfestellung über Köperregulation, und Regulation des autonomen Nervensystems anbieten – für die Betroffenen und für mich selbst?
Der Verlust eines Kindes während der Schwangerschaft (auch Schwangerschaftsabbruch), bei der Geburt oder in der ersten Lebenszeit kann für Eltern und deren Familien eine Krise bedeuten: Eine Entwicklungskrise und eine Lebenskrise. Da Krisen sehr individuell erlebt werden, kommt oft die Herausforderung der Bewältigung als Paar hinzu. Krisen können Menschen aus ihrem Alltag werfen, aus ihren Gewohnheiten und Plänen, sie stellen das Selbst- und Weltverständnis auf die Probe. Krisen können als Wendezeiten im Lebenskontinuum verstanden werden.
In der Tagesweiterbildung werden die Teilnehmenden für Begleitungen von Eltern, die um ihr frühverstorbenes Kind trauern, sensibilisiert: Sie lernen Aspekte des Beistands in der akuten Krise unter Einbezug des Körpers kennen. Wertvolles Fachwissen aus der Entwicklungspsychologie, Trauermodelle und die Grundlagen der Polyvagal-Theorie bestärken Sie in Ihrer umsichtigen Hebammenbegleitung.
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