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Neuerungen bei der Registrierung von Anstellungsverhältnissen (Vergabe von K-Nummern) per 01.07.2023

Aktualisierung zum Artikel „Zusammenarbeit von Hebammen – Rechtliches beachten“ von Dr. Kathrin Kummer, Rechtsanwältin (Obstetrica 2023/06)
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Frischdiplomierte Hebammen müssen bekanntlich während der gesetzlich vorgeschriebenen zwei Jahre eine praktische Tätigkeit unter der fachlichen Aufsicht und Verantwortung einer zugelassenen Berufskollegin absolvieren, bevor sie zur OKP zugelassen werden. Im Juli 2023 hat die SASIS nun ihre Praxis geändert: Solche Mitarbeiterinnen erhalten neu keine K-Nummer mehr.

Deshalb ist es nun möglich, dass ein Betrieb Mitarbeiterinnen hat, die nicht über eine K-Nummer verfügen und damit für die Versicherungen «unsichtbar» sind. Die Chefinnen (natürliche oder juristische Personen) rechnen deren Leistungen über die Betriebs-ZSR-Nummer (juristische Personen) oder über ihre eigene ZSR-Nummer ab (natürliche Personen).
Gemäss Auskunft der SASIS AG können die Betriebe Mitarbeitende ohne K-Nummer bei der SASIS AG «hinterlegen». Dadurch werden sie als Personen, welche die Zulassungsbedingungen gemäss Art. 45 KVV (noch) NICHT erfüllen, ebenfalls ersichtlich.
Der SHV rät zu diesem Vorgehen. So weiss die Krankenkasse, was Sache ist. Nachfragen der Krankenkassen werden so unnötig. Weitere Angaben dazu finden Sie unter https://www.sasis.ch/zsr/ein-und-austritte-k-nummer-angestellte/.

Sobald eine Angestellte die OKP-Zulassungsbedingungen gemäss Art. 45 KVV erfüllt, kann der Betrieb proaktiv für diese Person eine K-Nummer bei SASIS AG erstellen lassen.

Nach wie vor unzulässig ist übrigens ein «Ausleihen» der eigenen ZSR-Nr. an eine Berufskollegin, die mangels der zwei Praxisjahre noch nicht über eine OKP-Zulassung verfügt, aber ohne fachliche Aufsicht und Leitung einer zugelassenen Hebamme arbeitet und diese Tätigkeit über die ZSR-Nr. der Berufskollegin abrechnen will.

 

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