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Familienpolitik: Wo steht die Schweiz?

Die Motion Mutterschutz vor der Niederkunft (21.3155), die 2021 von Flavia Wasserfallen eingereicht wurde und für einen dreiwöchigen pränatalen Urlaub plädierte, wurde Anfang März vom Nationalrat abgelehnt. Der Schweizerische Hebammenverband (SHV) hatte Expertinnenwissen geliefert, warum eine Ausweitung des Mutterschutzes während eines bestimmten Zeitraumes in der pränatalen Phase für Mutter und Kind wichtig wäre. Leider empfahlen sowohl der Bundesrat als auch der Nationalrat die Ablehnung der Motion.
Die Eidgenössische Kommission für Familienfragen EKFF will in ihrem jüngsten Positionspapier «Elternzeit: Was erwartet die Schweiz?» die Debatte über die Einführung einer erweiterten Elternzeit auf nationaler Ebene vorantreiben. Sie schlägt ein Modell vor, das eine gleichberechtigte Aufteilung der Elternzeit vorsieht. Die EKFF unterstreicht dabei insbesondere die positiven Auswirkungen einer Elternzeit auf die Gesundheit der Familienmitglieder sowie die Vorteile für die Wirtschaft und Gesellschaft wie beispielsweise die Verbesserung der Altersvorsorge, wenn die Eltern (mehrheitlich Mütter) auf den Arbeitsmarkt zurückkehren. Hinzu kommt der Aspekt der Gleichstellung.

Endlich wurde eine unter anderem von Alliance F unterstützte Vorlage für eine landesweite Finanzierung der Kinderbetreuung in Höhe von 20 % vom Nationalrat ebenfalls Anfang März verabschiedet. Die Vorlage muss nun vom Ständerat angenommen werden.

Quellen: Motion 21.3155 aktualisiert am 1. März und Medienmitteilung des Bundesrates vom 14. Februar.

Zur Publikation der Eidgenössischen Kommission für Familienfragen EKFF. Mehr Informationen zu den Herausforderungen rund um die Finanzierung der Kinderbetreuung, Swissinfo, 7. März.

 

 

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