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Pro Juventute übernimmt parentu ab 2023

Die parentu App wird ab 2023 durch Pro Juventute weitergeführt. Mit der Übernahme der App parentu durch Pro Juventute wird eine langfristige Entwicklung ermöglicht.

Pro Juventute hat sich dazu verpflichtet, die folgenden Eckpunkte bis 2023 einzuhalten: Die Nutzung der App ist kostenlos für alle Eltern.

  • Die Zielgruppe der App sind Eltern mit Kindern ab Geburt bis zum Austritt aus der Volksschule. Die Texte sind für leseungewohnte Eltern gut verständlich.
  • Die Inhalte orientieren sich am Alter des Kindes und werden den Eltern per Push zugestellt;
  • Die App bietet unter Lizenz den Kantonen, Gemeinden und Fachstellen die Möglichkeit, mit ihren Publikationen eine breite Elternschaft zu erreichen;
  • Die fachlichen Inhalte in der App erscheinen in 15 Sprachen.

Ab 2024 wird eine Weiterentwicklung oder Zusammenführung mit den digitalen Elternbriefen oder der Elternplattform von Pro Juventute geprüft. Dabei soll auch längerfristig die Mehrsprachigkeit, der spezielle Fokus auf die Erreichbarkeit von bildungsfernen Eltern sowie die Versandfunktion von lokalen Informationen erhalten bleiben.

Parentu wurde 2015 gegründet. Allein in den vergangenen zwölf Monaten (Stand Nov 2022) wurde parentu von 42’000 Personen genutzt. In diesem Zeitraum wurden 185’000 Push-Meldungen geöffnet.

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Aktionstage: «16 Tage gegen Gewalt an Frauen»

Vom 25. November bis zum 10. Dezember treten alljährlich über 100 Organisationen an die Öffentlichkeit und machen sich stark gegen geschlechtsspezifischer Gewalt. Die Kampagne «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» findet weltweit in 187 Ländern statt. In der Schweiz werden die Aktionstage seit 2007 von der feministischen Friedensorganisation cfd koordiniert.

Das Fokusthema 2022 ist Feminizid
Jede zweite Woche wird eine Frau oder als Frau gelesene Person in der Schweiz getötet, weil sie eine Frau ist oder als Frau gelesen wird (z.B. non-binäre Personen oder trans Männer). 2021 wurden 20 Frauen und Mädchen durch häusliche Gewalt getötet.

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Interprofessionelle Fachtagung zum späten Schwangerschaftsabbruch

Die Erschütterung ist bei Eltern und Fachpersonen selten grösser, als wenn werdende Eltern während der Schwangerschaft erfahren, dass ihr freudig erwartetes Kind behindert, unheilbar oder lebensbedrohlich krank ist, oder sterben wird. Wie können wir Eltern begleiten, wenn unmenschliche Entscheide gefällt werden (müssen)? 

 

Diese brennenden Fragestellungen stehen im Zentrum der interprofessionellen Fachtagung Perinataler Kindstod «Im Spannungsfeld zwischen perinataler Palliative Care und spätem Schwangerschaftsabbruch» in Brugg. Wir laden Sie ein zu spannenden Fachinputs, regem Austausch, interdisziplinärer Vernetzung und gemeinsamer Reflexion. 

 

Herzlich willkommen sind Fachpersonen aller Berufsgruppen, die – zu einem frühen oder späteren Zeitpunkt – Familien betreuen, welche erfahren, dass ihr Kind krank oder behindert sein könnte oder möglicherweise sterben wird, und sich für die Fortsetzung oder den Abbruch der Schwangerschaft entscheiden oder entschieden haben.

Jetzt Termin notieren und am 26. Oktober 2023 gemeinsam mit anderen Hebammen und involvierten Fachpersonen mit uns mitdiskutieren.

Jetzt informieren und ab 1. Februar 2023 anmelden können Sie sich unter:  

 

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Pflegeinitiative: Nationalrat stimmt Ausbildungsoffensive zur Umsetzung zu

Der Nationalrat hat auf den Tag genau ein Jahr nach der Annahme der Pflegeinitiative dem Paket 1 des Bundesrats zur Umsetzung zugestimmt. Damit stellt der Bund die Mittel für eine Ausbildungsoffensive zur Verfügung, sofern die Kantone die entsprechenden Mittel sprechen. «Vor dem Hintergrund der angespannten Situation in der Praxis ist der Entscheid dringend nötig», erklärt Yvonne Ribi, die Geschäftsführerin des SBK. Sie fordert von den Kantonen, nun endlich ihre Hausaufgaben zu machen, damit die Ausbildungsoffensive ins Rollen kommt. Denn dafür brauche es nicht nur Geld, sondern auch genügend Berufsbildner:innen für die Betreuung der Studierenden in der Praxis.

 

Der Nationalrat das Bundesgesetz über eine Ausbildungsoffensive und dem eigenverantwortlichen Bereich für Pflegefachpersonen mit 132 zu 47 Stimmen angenommen. Der Bund will die Ausbildungsoffensive in der Pflege mit rund 500 Millionen Franken finanzieren. Das Geld wird nur dann gesprochen, wenn auch die Kantone Gelder in gleicher Höhe zur Verfügung stellen.

 

«Wir sind sehr froh, dass der Nationalrat das Paket 1 integral angenommen hat. Alles andere wäre enttäuschend gewesen», sagt Yvonne Ribi, die Geschäftsführerin des Schweizer Berufsverbands der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner SBK. Sie verlangt, dass die Kantone endlich vorwärts machen, damit die Ausbildungsoffensive ins Rollen kommt. Die bis anhin passive Haltung der Kantone sei ernüchternd: «Gemäss unseren Informationen haben erst die Kantone Bern, Tessin und Wallis die Voraussetzungen geschaffen, um die Ausbildungsoffensive umzusetzen. Die anderen bleiben einfach untätig. In der Zwischenzeit steigt der Druck auf die Leute in der Praxis laufen an.»

 

Für die Ausbildungsoffensive braucht es zwingend auch genügend Fachpersonen als Berufsbildner:innen in der Praxis, erklärt Yvonne Ribi: «Die Studierenden müssen in den Praktika gut betreut werden. Das setzt voraus, dass genügend entsprechend ausgebildetes Personal vorhanden ist und die Berufsbildner:innen Zeit haben für die Begleitung der Studierenden.» In der aktuellen Situation mit über 7300 offenen Stellen für Pflegefachpersonen müssen folglich die Kantone alles daran setzen, die verbliebenen Leute im Beruf zu halten. «Wir fordern gemeinsam mit Gewerkschaften fünf Sofortmassnahmen, um den «Pflexit» zu stoppen. Die Kantone sind jetzt in der Verantwortung, die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen.»

Der SBK bedankt sich bei Bundesrat und Parlament für die rasche Umsetzung der ersten Etappe. Er fordert den Bundesrat auf, das Paket 2 rasch in die Vernehmlassung zu schicken. «Damit die Pflegeinitiative die Arbeitsplatzsituation der Pflegenden verbessern, müssen drei Kernforderungen umgesetzt werden: «Bessere Arbeitsbedingungen, eine bedarfsgerechte Personaldotation und eine angemessene Finanzierung der Pflegeleistungen», erklärt Ribi.

 

Kontakt:

Yvonne Ribi, Geschäftsführerin SBK, Tel. 079 830 48 50 (deutsch)

Sophie Ley, présidente de l’ASI, tél. 079 374 49 02 (français)

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Gendermedizin

Das biologische und das soziokulturelle Geschlecht haben Auswirkungen auf Präsentation, Verlauf, Therapie und Diagnostik von Krankheiten. Geschlechtsspezifische Unterschiede werden in der Medizin jedoch häufig vernachlässigt. In Studien für Medikamente gilt der Mann als Prototyp.

Die Kommissionen für soziale Sicherheit und Gesundheit reichte am 23. Juni eine Motion im Ständerat ein.

Der Bundesrat wird darin beauftragt, die Forschung in der Gendermedizin mit besonderem Bezug auf Frauen zu fördern. Dazu trifft er folgende Massnahmen:

  1. Lancierung eines nationalen Forschungsprogramms zur Gendermedizin;
  2. Berücksichtigung des Kriteriums Geschlecht als Voraussetzung, um Gelder beim Schweizerischen Nationalfonds zu erhalten;
  3. Veranlassung einer markanten Erhöhung an Forschungen über Beschwerden und Krankheiten, die speziell oder vor allem Frauen betreffen.

Eine neue Professur soll auch Frauen in den Fokus rücken. Die Medizinische Fakultät der Universität Zürich hat eine Professur für Gender-Medizin ausgeschrieben, es ist der erste Lehrstuhl dieser Art schweizweit. Damit wird der Ausbau der geschlechtsspezifischen und interdisziplinären Forschung und Lehre an der Universität Zürich gemeinsam mit den vier universitären Spitälern angestrebt.

 

 

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Untersuchter Zusammenhang zwischen Fruchtbarkeit und Covid-19-Impfung

Gemäss einer in der Schweiz durchgeführten Studie (Pomar et al., 2022) über die Auswirkungen von Covid-19 auf die Geburtenzahlen in 24 europäischen Ländern war der Januar 2021 der einzige Monat mit einem signifikanten Unterschied bei den Lebendgeburten. Die Dauer der Quarantäne war die Variable, die am stärksten mit diesem Rückgang in Verbindung gebracht wurde, während ein höheres Pro-Kopf-Einkommen ein Faktor sein könnte, der diesen Rückgang wieder aufhebt. Eine Erholung der Geburtenzahlen im Vergleich zu den Vorjahren trat im März 2021 in 13 Ländern auf. Darüber hinaus wurde laut der Schweizerischen Zulassungs- und Aufsichtsbehörde für Arzneimittel Swissmedic in einigen Ländern auch eine Veränderung der Geburtenrate zu Beginn der Impfkampagne beobachtet. Swissmedic hat Anfragen zu einem möglichen Zusammenhang zwischen der Covid-19-Impfung und der Fruchtbarkeit überprüft und Ende September die Mitteilung «Untersuchter Zusammenhang zwischen Fruchtbarkeit und Covid-19-Impfung» veröffentlicht. Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es bislang weder in Fachpublikationen noch in der weltweiten Marktüberwachung Hinweise auf eine Beeinträchtigung der menschlichen Fruchtbarkeit durch Impfstoffe, die auf Boten-RNA-Technologie (mRNA) basieren. Einige Studien zeigen jedoch, dass die männliche Fruchtbarkeit vorübergehend nicht durch eine Impfung, sondern durch eine Infektion mit Covid-19 beeinträchtigt werden kann.

Studie: Pomar, L., Favre, G., de Labrusse, C., Contier, A., Boulvain, M., Baud, D. (2022). Impact of the first wave of the COVID-19 pandemic on birth rates in Europe: a time series analysis in 24 countries; Human Reproduction; octobre, https://doi.org/10.1093/humrep/deac215

((QR-Code))

Mehr erfahren unter swissmedic, 30. September, https://www.swissmedic.ch/swissmedic/de/home/news/coronavirus-covid-19/untersuchter-zusammenhang-fruchtbarkeit-und-covid-19-impfung.html

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Immigrantinnen und digitale Medien in der perinatalen Phase

Wie nutzen Migrantinnen digitale Medien wie das Smartphohe zur Information über die perinatale Phase und welche Erfahrungen machen sie dabei? Dieser Frage ist jetzt eine in der Schweiz durchgeführte Studie (Haute école de santé Vaud, Fachhochschule Westschweiz, Universität Lausanne) in der Zeitschrift «Women and Birth» nachgegangen. Die Studie zeigt, dass Migrantinnen als diverse soziale Gruppe je nach ihren sprachlichen und digitalen Kompetenzen unterschiedliche digitale Medien nutzen, um Informationen über die perinatale Phase zu finden. Sie gehen davon aus, dass die online gefundenen Informationen von unterschiedlicher Qualität sind, und schätzen die von Fachleuten bereitgestellten Informationen. Sie passen ihre Praktiken an ihre Erfahrungen an und meiden Medien, die sie negativ beeinflussen. Fachkräfte sind besorgt über die schwierigen Situationen, in denen einige Migrantinnen leben, und weisen darauf hin, dass digitale Portale Hindernisse für Dienstleistungen darstellen.

Schlussfolgerungen der Autorinnen: Migrantinnen nutzen digitale Medien, um Informationen über die perinatale Phase zu finden und sich auf die Geburt und das Wochenbett vorzubereiten. Dabei stützen sie sich auf ungleiche Fähigkeiten und benötigen übersetzte Informationen und ganzheitliche, frauenzentrierte Unterstützung.

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Mutterschaftsurlaub für hinterbliebene Väter

Der Tod eines Elternteils unmittelbar nach der Geburt eines Kindes ist für die Familie und das Neugeborene ein schwerer Schicksalsschlag. Nach Ansicht des Bundesrats müssen deshalb in den ersten Lebensmonaten die Betreuung und das Wohl des Neugeborenen Vorrang haben. An seiner Sitzung vom 26. Oktober hat er zur Vorlage der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates Stellung genommen und sich für einen Urlaub von insgesamt 16 Wochen für den überlebenden Elternteil ausgesprochen.

Die Vorlage der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats muss nun vom Parlament behandelt werden.

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Hochkarätige internationale Preise für das Führungsteam des SBK
Mit prestigeträchtigen internationalen Awards werden SBK-Geschäftsführerin Yvonne Ribi und SBK-Präsidentin Sophie Ley für den politischen Einsatz für die Pflege und die Sicherstellung der pflegerischen Versorgung geehrt. Yvonne Ribi nahm in Berlin am Rande des World Health Summit 2022 den Heroines-of-Health-Award von Women in Global Health (WGH) entgegen. SBK-Präsidentin Sophie Ley erhielt in Ottawa den Anerkennungspreis des internationalen Netzwerks der französischsprachigen Pflegefachpersonen (SIDIIEF).
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