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Schweizerische Gesundheitsbefragung 2017: Übergewicht und Adipositas

In der Schweiz waren 2017 11% der Bevölkerung von Adipositas, d. h. übermässigem Übergewicht, und weitere 31% von Übergewicht betroffen. Übergewicht hat sich damit zu einer eigentlichen Volkskrankheit entwickelt, die Männer (51%) stärker anbelangt als Frauen (33%). Übergewicht entsteht mit zunehmendem Alter, der grösste Anteil findet sich in der Altersgruppe der 65- bis 74-Jährigen. Bei den Männern ist bereits ab 35 Jahren die Hälfte übergewichtig oder adipös. Besonders deutlich sind bei den Frauen die sozialen Unterschiede: Frauen mit niedrigem Bildungsniveau haben ein 3,5-mal höheres Risiko, adipös, und ein 1,9-mal höheres Risiko, übergewichtig zu werden, im Vergleich zu Frauen mit Tertiärbildung. Dies geht aus den Zahlen der Schweizerischen Gesundheitsbefragung 2017 hervor, die seit 1992 im Fünfjahresrhythmus vom Bundesamt für Statistik durchgeführt wird.

Das Vorkommen von Adipositas hat sich im Zeitraum von 1992 bis 2017 von 5 auf 11% verdoppelt. Ebenso ist der Anteil der Personen mit Übergewicht oder Adipositas in dieser Periode von 30 auf 42% gestiegen. Die Wachstumsraten waren v. a. von 1992 bis 2002 sehr hoch. In den letzten Jahren haben sich die Zahlen hingegen stabilisiert, hatte der Anteil der Adipösen oder Übergewichtigen 2012 doch bei 41% gelegen. 

Quelle: Medienmitteilung des Bundesamtes für Statistik vom 3. September

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