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Sucht: gesellschaftliche Kosten und familiäres Umfeld

Suchtverhalten birgt nicht nur grosse Risiken für die Gesundheit, sondern führt auch zu erheblichen Kosten für die Gesellschaft. Eine neue Studie im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit hat errechnet, dass sich die volkswirtschaftlichen Kosten von Sucht auf 7,7 Mrd. Franken belaufen. Die Nationale Strategie Sucht hat auch Schnittstellen zur Nationalen Strategie zur Prävention nicht übertragbarer Krankheiten. Die beiden Strategien leisten durch Früherkennung und Prävention sowie Massnahmen im Bereich der Versorgung und Therapie einen wichtigen Beitrag zur Reduktion von direkten und indirekten Folgekosten von Sucht.

In der Schweiz leben 5,8% der Kinder unter 15 Jahre in einer Familie, in der ein oder beide Elternteile risikoreich Alkohol konsumieren. 31,3% wachsen in einem Umfeld auf, in dem die Eltern täglich nikotinhaltige Produkte (z. B. Tabakprodukte, E-Zigaretten) zu sich nehmen. Der Anteil an Kindern, deren Eltern risikoreich illegale Drogen (z. B. Cannabis, Kokain, Heroin) konsumieren, ist gering (1,8%). Bei einem Teil der Kinder zeigen die Eltern einen mehrfachen Risikokonsum. Dies ist insbesondere bei Alkohol und Tabak (1,9%) der Fall.

Quellen: Medienmitteilung des Bundesamtes für Gesundheit vom 29. September; News des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums vom 20. Oktober

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