Wehenmittel löst unter Ärzten heftige Kontroverse aus
Tages Anzeiger
Wehenmittel löst unter Ärzten heftige Kontroverse aus

Das umstrittene Medikament Cytotec wird in der Schweiz trotz etlicher Verdachtsmeldungen in der Geburtshilfe eingesetzt. Gynäkologinnen und andere Fachleute sind sich über die Gefahren der Anwendung uneinig. Catherine Boss Eine Hebamme, die 40 Jahre Erfahrung hat und anonym bleiben möchte, sagt: «Ich erlebe den Wirkstoff Misoprostol in Cytotec als ein sehr aggressives Mittel. Die Wehen beginnen bei einem geschlossenen Muttermund. Man zwängt also das Kind wie durch eine geschlossene Tür. Das ist grässlich für die Frauen», sagt sie.