Zürcher Unterländer
Geburtshaus in Bülach: «Es ist eine sichere Alternative»

Das Spital Bülach betreibt neu ein Geburtshaus. Patrizia Frey arbeitet seit 2015 als Hebamme im Spital Bülach und ist dort seit zwei Jahren als Hebammenexpertin tätig. Am 1. Januar übernahm sie die Leitung des Geburtshauses am Spital Bülach, das diese Woche offiziell eröffnet wurde. Im November 2020 hat sie den ersten Masterstudiengang in der Schweiz mit dem Diplom «Master of Science Hebamme» abgeschlossen. 

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National Library of Medicine
Freie Wahl des Geburtsortes?

Der Geburtsort spielt eine entscheidende Rolle für die Geburtserfahrungen der Frauen, das Interesse an Geburten ausserhalb des Krankenhauses nahm während der Covid-19-Pandemie zu. In diesem Zusammenhang wird in verschiedenen internationalen Richtlinien empfohlen, dass Frauen den Ort ihrer Entbindung selbst wählen können. Die vorliegende Studie analysiert die Wahlmöglichkeiten zwischen Geburtshäusern und Geburtskliniken für Frauen im gebärfähigen Alter in der Schweiz. Mithilfe einer räumlichen Datenanalyse wurde die Fahrzeiten mit dem Auto zwischen dem Wohnort und dem nächstgelegenen Krankenhaus oder Geburtshaus nachvollzogen. Wenn beide Entbindungsorte innerhalb von 30 Minuten verfügbar waren, wurde davon ausgegangen, dass eine Frau eine echte Wahl hatte. Nur 58,2 % der Frauen hatten eine echte Wahl. Dieser Anteil war von Kanton zu Kanton sehr unterschiedlich. Das Haupthindernis für eine echte Wahl war die begrenzte Erreichbarkeit der Geburtshäuser. Die mediane Fahrzeit zu einem Krankenhaus betrug 9,8 Minuten (M = 12,5) und zu einem Geburtshaus 23,9 Minuten (M = 28,5). Schweizer Frauen werden nicht ausreichend befähigt, ihre reproduktive Autonomie auszuüben, da ihre Wahl des Geburtsortes durch geografische Gegebenheiten erheblich eingeschränkt wird. Es ist ein ethischer und medizinischer Imperativ, den Frauen eine echte Wahl zu ermöglichen.

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swissinfo.ch
Gebärende fühlen sich in der Schweiz gestresst

Immer mehr Schwangere wählen Alternativen zur klassischen Spitalgeburt, weil sie sich beim Gebären gestresst fühlen. Das Schweizer Gesundheitswesen schafft Anreize, Gebärende zu zügigen Geburten anzutreiben – notfalls mit Zange und Kaiserschnitt.

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St. Galler Tagblatt
Geburtshaus in der Ostschweiz

Wenn Ostschweizer Frauen ihr Kind lieber in einem Geburtshaus zur Welt bringen möchten statt im Spital, müssen sie die Ostschweiz verlassen.

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