Revision der EU-Direktive: Mindeststandards für die Hebammenausbildung in Europa

Die EU-Direktive 2005/36/EG regelt die Minderstandards für die Hebammenausbildung in Europa. Sie wurde das letzte Mal im 1981 aktualisiert und die nächste Aktualisierung ist für dieses Jahr geplant. Eine Beratungsfirma (SPARK Consulting) wurde beauftragt, der EU Kommission Änderungsvorschläge für die Direktive zu unterbreiten. Im letzten Jahr hat sie eine Analyse der Interessengruppen und Konsultationen zu möglichen Änderungen bei Hebammenverbänden, Bildungseinrichtungen, Regulierungsbehörden und Gesundheitsbehörden durchgeführt. Die Schweiz hat im Namen des SHV und im Namen der Berufskonferenz Hebamme teilgenommen. Selbstverständlich haben auch der Internationale Hebammenverband (ICM), der Europäische Hebammenverband (EMA) und der Europäische Verband der Pflegekräfte (EFNMA) ein Statement eingereicht. Um eine substantielle Veränderung bei der EU Direktive vorzunehmen, müssten mindestens 18 Ländern die Änderungsvorschläge einreichen, erfreulicherweise haben es 25 Länder gemacht, was ein grosser Erfolg ist und die Wichtigkeit der nötigen Anpassungen unterstreicht. Im nächsten Schritt wird SPARK die Änderungsvorschläge der entsprechenden EU Kommission darlegen.

Zur EU-Direktive 2005/36/EC
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Internationaler Hebammentag 2024

Der Internationale Hebammenverband (ICM) lanciert den diesjährigen Internationalen Tag der Hebamme (IDM) am 5. Mai 2024 unter dem Motto: 

«Midwives: A Vital Climate Solution.»

Hebammen sind weltweit bei ihrer Arbeit mit der Tatsache konfrontiert, dass Frauen und Kinder besonders häufig von den Folgen von Umweltverschmutzung und Klimaveränderung betroffen sind. Hebammen können und sollen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Jedoch entspricht es in der Schweiz nicht der Realität, dass Hebammen zum Schutz des Klimas eine Schlüsselrolle einnehmen. Deshalb hat der Zentralvorstand des Schweizerischen Hebammenverbandes entschieden, den Slogan wie folgt zu adaptieren:

  • Klimaschutz betrifft uns alle – von Anfang an
  • La protection du climat nous concerne tou·te·s – dès le début
  • La protezione del clima concerne tutti noi – sin dall’inizio

Einige Beispiele, wie und wo Hebammen in der Schweiz einen Beitrag zum Klimaschutz leisten:

  • Hebammen setzen sich für eine interventionsarme Geburtshilfe ein, was ressourcenschonend und nachhaltig ist.
  • Hebammen bieten sichere und umweltfreundliche Gesundheitsleistungen an. Eine kontinuierliche Hebammenbetreuung ist förderlich für ein gutes Erleben von Schwangerschaft, Geburt und Wochenbettzeit, stärkt die physische und psychische Gesundheit der Mutter und schützt die Unversehrtheit von Mutter und Kind kurz-, mittel- und langfristig.
  • Gesundheitsbetriebe sind in der Schweiz für rund 5 % der Treibhausemissionen zuständig. Gesündere Menschen sind auf weniger medizinische Behandlungen in Gesundheitsbetrieben angewiesen. Gesundheitsförderung hilft das Klima zu schützen.
  • Hebammen fördern das Stillen und unterstützen Stillende. Stillen schützt nachhaltig die menschliche Gesundheit und die Ressourcen unseres Planeten, denn die Produktion, die Verpackung und der Versand von Formulamilch führt zu Umweltemissionen.
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Slogan – Internationaler Hebammentag

Der Internationale Hebammenverband (ICM) lanciert den diesjährigen Internationalen Tag der Hebamme (IDM) am 5. Mai 2022 unter dem Motto „100 years in progress“ . Der Schweizerische Hebammenverband hat sich dazu entschieden, den Slogan diesmal wörtlich zu übernehmen und mehrsprachig zu belassen, da somit der Zusammenhalt der internationalen Hebammengemeinschaft mit ihrer Sprachenvielfalt widerspiegelt wird.

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ICM Regional Meeting

Am 24. November 2021 wurde das regionale Treffen der Mitgliederverbände vom Internationalen Hebammenverband (ICM) online durchgeführt. Die Strategie 21-23 sieht vor, dass der ICM sich regional stärker verankert und die Kommunikationskanäle zu den Mitgliederverbänden ausbaut.

Aus dem Bericht The State of the World’s Midwifery wurde u.a. die Tatsache besprochen, dass Hebammen in Europa nicht den ganzen Bereich der Hebammenarbeit ausüben im Gegensatz zu anderen Ländern. Als Beispiele aufgeführt sind: Manuelle Placentalösung, Vacuum-Extraktionen und die Abgabe und Verschreibung von Kontrazeptiva.

Teilnahme: Petra Graf Heule, ZV-Mitglied SHV und Samantha Domenici, ZV-Mitglied SHV

The State of the World’s Midwifery 2021 | United Nations Population Fund (unfpa.org)

 

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