Laser- und Ultraschallbehandlungen durch Hebammen, Pflegefachpersonen und Physiotherapeut*innen

Ab dem 1. Juni 2024 dürfen  nur noch Personen mit einem entsprechenden Sachkundenachweis die in der Verordnung zum Schutz vor nichtionisierte Strahlung und Schall (V-NISSG) aufgeführten Behandlungen durchführen, bei denen nichtionisierende Strahlung oder Schall eingesetzt werden. Es gibt sieben verschiedene Sachkundenachweise, die seit April 2022 erworben werden können.

Pflegefachpersonen, Hebammen, Stillberater*innen und vereinzelt auch Physiotherapeut*innen nutzen im Rahmen ihrer Tätigkeit in eigener fachlicher Verantwortung aber auch im Angestelltenverhältnis ebenfalls Laser- und Ultraschallgeräte

Der Schweizerische Hebammenverband (SHV) sowie der Fachverband freiberuflichen Pflege Schweiz (curacasa), der Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner (SBK-ASI), der Berufsverband der Schweizerischen Still- und Laktationsberaterinnen (BSS) sowie der Schweizerische Berufsverband der Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten (physioswiss) wurden zwar 2018 eingeladen, an der Vernehmlassung der V-NISSG teilzunehmen. 
Jedoch wurden die genannten Berufsverbände weder angefragt, in derjenigen Trägerschaft Einsitz zu nehmen, die nach der Vernehmlassung die Ausbildungspläne und Prüfungsbestimmungen für den Erwerb der Sachkundenachweise definierte; noch wurden den oben genannten Verbänden die erwähnten Ausbildungsgrundlagen und Prüfungsbestimmungen je vorgelegt, um sicherzustellen, dass diese auch die Berufsgruppen der Hebammen, Pflegefachpersonen, Stillberater*innen und Physiotherapeut*innen berücksichtigen. 

Fazit: Pflegefachpersonen, Hebammen, Stillberater*innen und auch Physiotherapeut*innen sind aktuell sowohl in den nötigen Ausbildungsmodulen, die für die Erlangung eines Sachkundenachweises nötig sind, als auch bei den zertifizierten Prüfstellen nicht mitberücksichtigt und können ab dem 1.Juni 2024 (vorübergehend) keine Laser- und Ultraschallbehandlungen anwenden, wenn sie nicht über einen Sachkundenachweis verfügen. Kontrollinstanz ist die kantonale Zulassungsbehörde. 

Der SHV hat- zusammen mit den eingangs erwähnten Verbänden – ebenfalls erst kürzlich von diesem Missstand erfahren. 
Gemeinsam wurde folgendes Forderungssschreiben an die zuständige Sektion beim BAG und die zuständige Kommission gesendet (Antwort aktuell noch ausstehend):
Nichtionisierende_Strahlung_Behandlung durch Gesundsheitsfachpersonen_final_d

Link zum BAG: Wichtige Informationen zum Thema

zum Artikel