Neue Empfehlungen zu FGM/C

Eine grosse Arbeit von mehreren Jahren ist zum Abschluss gekommen: Die interdisziplinären Empfehlungen für Gesundheitsfachpersonen zum Thema FGM/C sind nun veröffentlicht worden. Sie wurden unter Beteiligung von Fachpersonen aus unterschiedlichen Berufsfeldern erarbeitet. Das Gesundheitspersonal spielt eine wichtige Rolle bei der Erkennung, Diagnostik und Betreuung der Folgen einer weiblichen Genitalbeschneidung sowie beim Schutz von gefährdeten Mädchen. Die interdisziplinären Empfehlungen richten sich an Gesundheitsfachpersonen aus der Gynäkologie und Geburtshilfe, Pädiatrie und Pflege. Die Empfehlungen haben zum Zweck, über das Thema weibliche Genitalbeschneidung zu sensibilisieren und praktische Unterstützung für den klinischen Alltag zu bieten. Die Empfehlungen wurden unter Leitung von Dr. med. Jasmine Abdulcadir (Hôpitaux universitaires Genève, HUG) und Marisa Birri (im Mandat des Netzwerks gegen Mädchenbeschneidung Schweiz) sowie verschiedenster Fachexpert*innen erarbeitet.   

Zu beachten: Der Podcast des Schweizerischen Hebammenverbandes «Herztöne » widmet sich in einer kommenden Folge dieser wichtigen Thematik für den Hebammenberuf. Nicht verpassen!   

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LGBT-Personen: Bericht stellt gesundheitliche Ungleichheiten fest

Ein Forschungsbericht zeigt, dass lesbische, schwule, bisexuelle oder trans Personen (LGBT) in der Schweiz gesundheitlich benachteiligt sind. Dies vor allem hinsichtlich psychischer und sexueller Gesundheit sowie Substanzkonsum. Der Bundesrat will daher prüfen, wie LGBT-Personen besser erreicht werden können. Er hat an seiner Sitzung vom 9. Dezember 2022 einen entsprechenden Postulatsbericht verabschiedet.

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Verhütung: Fokus Migration und Lebensstil

In der Schweiz existieren Unterschiede in der Verwendung von Verhütungsmitteln zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen, die mit dem Einkommen, der Bildung, dem Migrationsstatus und auch dem persönlichen Lebensstil zusammenhängen. 

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UNFPA-Bericht «My body is my own» und Revision des Sexualstrafrechts

Körperliche Autonomie bedeutet ohne Gewalt oder Zwang Entscheidungen über den eigenen Körper und die persönliche Zukunft zu treffen. Gemäss dem Bericht des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) «My body is my own» (Mein Körper gehört mir) haben weltweit nur 55% der Frauen die Möglichkeit, dementsprechend autonome Entscheide zu treffen.

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«Nur ja heisst ja» – Medienmitteilung zur Sexualstrafrechtsreform

SEXUELLE GESUNDHEIT SCHWEIZ befürwortet eine Revision des Sexualstrafrechts. Denn das aktuelle Sexualstrafrecht ist veraltet und muss dringend angepasst werden. Der vorgeschlagene Gesetzesentwurf ist jedoch genauso enttäuschend, da er es verpasst, die Zustimmung im Gesetz zu verankern. Denn sexuelle Handlungen müssen auf der Zustimmung aller Beteiligten beruhen: «Nur ja heisst ja».

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